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Gute Nachrichten folgen auf den großen Frust

Nach Remis gegen Bietigheim

Borussia Dortmund verzichtet nach dem 26:26 gegen Bietigheim auf einen Einspruch gegen die Spielwertung. Alina Grijseels gibt indes die mündliche Zusage zur Vertragsverlängerung bei den BVB-Handballerinnen.

Dortmund

, 02.02.2018 / Lesedauer: 3 min
Gute Nachrichten folgen auf den großen Frust

Ab durch die Mitte: Alina Grijseels übernimmt gern Verantwortung. Die für das Spiel der BVB-Frauen mindestens eine weitere Saison. © Ludewig

Wie man diese erste Enttäuschung verarbeiten sollte, dafür gab es auch nach diesem dramatischen Spielverlauf mit dem nicht gegebenen Treffer für die Borussia in der Schluss-Sekunde kein Patentrezept. Einige hockten konsterniert auf dem Boden, andere wollten nur noch schnell in die Kabine. Der Gang vor die eigenen Fans tat gut, da gab es verdienten und tröstenden Applaus. Denn dieses Gefühl, eigentlich ein Riesenspiel gemacht zu haben, mochte sich partout nicht einstellen. Trainerin Ildiko Barna versammelte ihre Mannschaft dann in der Kabine, um dort in ruhiger Atmosphäre ihre große Zufriedenheit zum Ausdruck zu bringen.

„Müssen es so hinnehmen“

Ob der Wurf von Mira Emeberovics zum vermeintlichen 27:26 nun vor dem Pfiff, der diese Partie beendete, auf dem Weg war, das ließ sich schwerlich klären. Gestern kam von Seiten der HBF das klare Signal, dass an der Tatsachen-Entscheidung nicht zu rütteln sei. Einen offiziellen Einspruch wird es daher nicht geben. „Wir müssen es jetzt so hinnehmen“, meinte Barna. „Wir dürfen trotzdem stolz sein, denn an dieser Leistung gab es nichts auszusetzen.“

Die Möglichkeit, noch mehr als den einen Bonuspunkt gegen den amtierenden Deutschen Meister zu ergattern, war groß. Defensiv war das wohl das Beste, was die BVB-Frauen in dieser Saison aufs Parkett gebracht hatten. Fünf Tore aus dem Feld für Bietigheim zur Pause, das machte Barna auch am Tag danach noch stolz. „Wir waren ja alle nicht zufrieden mit der Saison bislang“, meinte sie. „Aber wir haben in Thüringen hervorragend gespielt, jetzt wieder gegen Bietigkeim. Die Steigerung der Mannschaft ist erkennbar und auf einem stabil hohen Niveau.“

Gefühlter Punktverlust

Die Trainerin hofft, den Weg trotz des gefühlten Punktverlusts nun auch im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen weitergehen zu können. Mindestens dort wird Dortmund allerdings auf die bis zu ihrer Roten Karte überragende Clara Woltering verzichten müssen. Wolterings impulsive Reaktion nach einem Siebenmeter von Anna Loerper sei der Knackpunkt in diesem Spiel gewesen, gibt die BVB-Trainerin zu. „Danach war Chaos und das Spiel ist gekippt.“ Woltering habe sich noch in der Kabine bei der Mannschaft entschuldigt. Da die Schiedsrichter wegen der obszönen Geste von Woltering auch noch einen Sonderbericht anfertigten, könnte die Torfrau sogar noch länger fehlen.

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Am Tag nach dem aufwühlenden Spiel hatte der Abteilungsvorsitzende Andreas Heiermann allerdings auch noch ausschließlich gute Nachrichten. In Alina Grijseels hat eine Schlüsselfigur für die Struktur der künftigen Bundesliga-Mannschaft ihre mündliche Zusage gegeben, „sie wird uns mindestens noch in der nächsten Saison erhalten bleiben“, so Heiermann. Etliche Bundesligisten hatten ihre Fühler nach der 20-Jährigen ausgestreckt, besonders intensiv war das Werben aus Thüringen.

Weitere Verhandlungen

Grijseels soll nur der erste Stein sein: In den kommenden Tagen bis zum Leverkusen-Spiel sollen weitere Vertragsverhandlungen abgeschlossen werden. Heiermann gibt zu, „dass wir gefühlt ein wenig spät dran sind. Aber das Spiel am Mittwoch war andererseits erst das letzte der Hinrunde.“

Auch Barna wünscht sich schnelle Klarheit: „Man merkt, dass es die Mädchen schon beschäftigt.“ Elf Verträge laufen aus, Heiermann will aus Fairnessgründen auch den Spielerinnen schnell Bescheid geben, mit denen der BVB nicht mehr plant.

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