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Zwei Jahre noch will Lukasz Piszczek auf höchstem Niveau Fußball spielen. Bis Sommer 2020 trägt der Rechtsverteidiger nicht nur weiter das BVB-Trikot - er wird auch häufiger als Kapitän auftreten.

Dortmund

, 17.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die sportliche Leitung der Borussia hat Piszczek, wie berichtet, mit dem Amt des stellvertretenden Mannschaftsführers betraut, neben und hinter Marco Reus. Eine Wahl, der keine komplizierten oder langwierigen Diskussionen vorangegangen sind. „Erfahrung, Identifikation, Autorität, nicht zuletzt die sportliche Leistung“, es fällt Sportdirektor Michael Zorc auf Nachfrage leicht, die Vorzüge Piszczeks aufzuzählen, die ihn für dieses Aufgabe prädestinieren.

„Fühle mich als echter Borusse“

Diese Beschreibungen mit Vereinstreue und Ansehen hätten auch auf andere Borussen zugetroffen. Doch Marcel Schmelzer hat vor der Saison dankend seinen Posten abgegeben. „Das waren zwei anstrengende und intensive Jahre, die sehr kräftezehrend waren“, erklärte er seine Beweggründe. Bei Nuri Sahin, der auch in Frage käme und mannschaftsintern geschätzt und gefragt wird, stellt sich wiederum die Frage, ob er häufig genug beim Anpfiff auf dem Platz steht, um als Bindenträger eine sinnvolle Lösung zu sein.

Deswegen also Piszczek als Stellvertreter für Marco Reus. Einer, der wenig Worte macht, aber der Gehör findet, wenn er den Mund öffnet. „Er redet ja nicht viel“, sagt Zorc, „aber ihm hören alle zu.“ Keine Zweifel lässt der Pole, seit 2010 in schwarzgelber Dienstkleidung unterwegs, darüber aufkommen, wie sehr ihm der Klub ans Herz gewachsen ist, wie er Anfang des Jahres bei seiner letztmaligen Vertragsverlängerung bekannte: „Ich bin zwar kein gebürtiger Dortmunder, doch dieser Verein und diese Fans sind mir über die Jahre so sehr ans Herz gewachsen, dass ich mich seit Jahren als echter Borusse fühle und nie im Ansatz den Wunsch verspürt habe, den BVB verlassen zu wollen.“

33 Bundesliga-Spiele ohne Niederlage

Sportlich ist Piszczek trotz gestiegener Verletzungsanfälligkeit eine Konstante. Ausreißer nach unten bleiben verlässlich aus, doch auch die Ausschläge nach oben werden weniger. Seine Saison-Durchschnittsnote 2017/18 von 3,58 (drei Torvorlagen) spiegelt das wider. Von den rasanten Vorstößen über den rechten Flügel wie unter seinem Förderer Jürgen Klopp ist wenig geblieben, ein solider Verteidiger ist er allemal. Unter dem Strich stehen da nur 24 Bundesliga-Partien, weil er im Herbst verletzt von einem Länderspiel mit Polen zurückkehrte (Außenbandriss im Knie) und bis zum Rückrundenstart ausfiel.

Lukasz Piszczek geht mit neuer Aufgabe in seine letzten BVB-Jahre

Seit 2009 ist Lukasz Piszczek mit Ewa verheiratet. © dpa

Nicht ganz ohne Zusammenhang, hieß es, rutschte der BVB ohne Piszczek tief in die Krise, der persönlich saisonübergreifend 33 Bundesliga-Spiele ohne Niederlage blieb. Vom „geheimen Erfolgsgaranten“ war die Rede, doch in Dortmund wissen sie ja schon seit 2010, was sie an ihrem Außenminister haben. „Er ist eine Institution auf unserer rechten Abwehrseite“, sagte Michael Zorc anlässlich der Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2020. Bis dahin kann sich Piszczek voll auf die Herausforedrungen im Verein konzentrieren, in der vergangenen Woche hat er nach 65 Länderspielen seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

Taktische Herausforderungen

Die neuen taktischen Herausforderungen, mit denen ihn Trainer Lucien Favre konfrontiert, werden den geschulten Außenverteidiger nicht schocken. „Ich habe unter Klopp trainiert, wie man sehr dominant nach vorne spielt. Ich habe unter Tuchel gelernt, wie man den Ball halten kann und trotzdem dominant auftreten kann. Das sind schon zwei Spielweisen, welche mich vom Kopf in Kombination zu einem spielintelligenten Spieler machen“, sagte Piszczek in einem Interview mit dem Fanportal „Schwatzgelb“. In acht Spielzeiten hat ihm niemand den Rang abgelaufen.

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Die besten Bilder aus der BVB-Karriere des Lukasz Piszczek

13.03.2018
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Die besten Bilder aus der BVB-Karriere des Lukasz Piszczek.© picture alliance / dpa
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Lucien Favre setzt bei seiner Kandidatenkür neben den üblichen Faktoren wie dem sportlichen Wert, dem Stellenwert im Mannschaftsgefüge und der Mentalität auch auf Vertrauen: Sowohl Reus, den er aus 17 gemeinsamen Monaten in der Gladbacher Zeiten kennt, als auch Piszczek, mit dem er in der von 2007 bis 2009 in Berlin zusammenarbeitete, sind ihm gut bekannt. Wer noch in den Mannschaftsrat bestellt wird, ist zwar diskutiert, aber noch nicht final beschlossen worden. Zuletzt gehörte ihm neben Reus, Piszczek, Schmelzer und Sahin auch Julian Weigl an.

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