Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Pro & Contra: Sollte Julian Weigl eine neue Chance in der Nationalmannschaft erhalten?

rnBorussia Dortmund

Als Aushilfs-Innenverteidiger hat sich Julian Weigl beim BVB neue Wertschätzung erkämpft. Ohne Mats Hummels und Jerome Boateng ist der Kampf um diese Position in der DFB-Elf neu angefacht.

Dortmund

, 11.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Ja, Weigl verdient eine neue Chance - Moderner Verteidiger

Von Jürgen Koers

Lukas Podolski erzielte damals den Treffer zum 1:0-Sieg des DFB-Teams gegen England – da lässt sich erahnen, wie lange das letzte Länderspiel von Julian Weigl (23) her ist. Konkret: Es werden am 22. März zwei Jahre. Die Chancen für sein Comeback sind gestiegen. Der BVB-Mann gehört zurück in die Nationalelf, wo der Bundestrainer den damals 20-Jährigen bereits rund um die EM 2016 einführte.

Joachim Löw hat – warum auch immer – die Bayern-Spieler Mats Hummels und Jerome Boateng aussortiert, zwei Platzhirsche in der Abwehr. Jetzt geht der Umbruch weiter. Mit Ginter, Süle, Rüdiger, Tah und womöglich mit Weigl, der seit Ende Dezember bei Borussia Dortmund in dieser für ihn neuen Rolle als Innenverteidiger stabil und formstark aufgetreten ist und vorzeigbare Argumente für sich aufzählen kann.

Pro & Contra: Sollte Julian Weigl eine neue Chance in der Nationalmannschaft erhalten?

Eine steile Karriere: Nur eine Saison nach seinem Wechsel von 1860 München zum BVB, nominierte Joachim Löw Julian Weigl auch für die Europameisterschaft 2016. © imago

Weigl wäre als Abwehrstratege enorm spielstark, ein prädestinierter Aufbauspieler moderner Prägung. An der nötigen Zweikampfhärte hat er intensiv gearbeitet und sie sichtbar verbessert, sein Auge für Spielsituationen besitzen wenige andere. Auch die Qualität des Kopfballspiels kommt den Voraussetzungen eines 1,87 Meter großen Spielers näher. Obendrein: Weigl ist flexibel, er könnte Innenverteidiger, den Mittelmann einer Dreierkette oder Sechser spielen, wo sich weitere Lücken im DFB-Team auftun. Fünf Länderspiele hat die einstige Passmaschine Weigl auf dem Konto. Es sollten mehr werden.

Umfrage

Sollte Julian Weigl eine neue Chance in der Nationalmannschaft erhalten?

397 abgegebene Stimmen

Nein, Weigl muss konstant spielen - sieben Spiele reichen nicht

Von Dirk Krampe

So schnell sollte es und darf es dann doch nicht gehen: Gerade einmal sieben Spiele hat Julian Weigl als Innenverteidiger gespielt, das soll ihn schon als echte Alternative für Joachim Löws Suche nach neuen Innenverteidigern qualifizieren?

Weigl hat die Herausforderung angenommen, er hat seine Sache auf ungewohnter Position fast ausnahmslos gut gemacht und dabei auch gezeigt, wie lernfähig er ist. Und Trainer haben es generell gern, wenn Spieler auf mehreren Positionen zu Hause sind. Das spricht für ihn. Doch die Spezialisten haben Weigl im Abwehrzentrum noch einiges voraus. Und auf höchstem Niveau braucht Löw diese Spezialisten, die jahrelang geschult sind und die ihre Handlungen beinahe automatisch ablaufen lassen.

Pro & Contra: Sollte Julian Weigl eine neue Chance in der Nationalmannschaft erhalten?

Ein Personalengpass in der Defensive beförderte Julian Weigl beim BVB in die Innenverteidigung - dort hat er seine Chance genutzt. © imago

Weigl sollte sich in der Frage nach einer Rückkehr ins DFB-Team zudem nicht unnötig unter Druck setzen. Nachdem er vor der Euro 2016 etwas überraschend alle Aussortierungs-Runden überstand und erste DFB-Luft schnuppern durfte, ist seine Nationalmannschafts-Karriere durch Verletzungen und Formschwankungen zum Stehen gekommen.

Daher sollte sein Fokus zunächst darauf liegen, konstant zum Stammpersonal bei Borussia Dortmund zu gehören. Bringt er hier weiter Leistung, wird der Rest von alleine kommen. Die Messlatte, um das eigene Land zu repräsentieren, sollte höher liegen. Sieben gute Spiele auf einer Position gemacht zu haben, reicht noch nicht.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt