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Paco Alcacer muss seine Karriere beim BVB neu starten. Das sagt Ernest Macia von Radio Catalunya. Wir haben mit dem spanischen Fußball-Experten über Dortmunds Neuzugang gesprochen.

Dortmund

, 14.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Wie bekannt und beliebt ist Paco Alcacer in Spanien?

Er war sehr populär, als er noch beim FC Valencia spielte. Doch seit seinem Wechsel nach Barcelona vor zwei Jahren hat er an Bekanntheit und Beliebtheit eingebüßt. Vorher war er der Anführer in einer guten Mannschaft, danach nur noch ein unsichtbarer Auswechselspieler.


Würden Sie seinen Wechsel nach Barcelona als Fehler bezeichnen?

Ja, das war für ihn der falsche Weg, es hat seiner Weiterentwicklung als Fußballer insgesamt eher geschadet. Immerhin hat es ihm die Möglichkeit gegeben, an der Seite von Lionel Messi zu trainieren und zu spielen, das war sicher ein großes Ziel.


Der Wechsel hat auch seine Karriere in der Nationalmannschaft ausgebremst...

Er hat viel zu wenig gespielt in Barcelona. Das bekamen er und andere Spieler wie Rafinha zu spüren. Sie brauchen einfach Einsatzzeiten, um sich präsentieren zu können, und das ist bei Barcelonas Starensemble in der Offensive schwierig.

Wie würden Sie Alcacer als Spieler beschreiben, was sind seine Stärken und Schwächen?

Er ist ein intuitiver Fußballer, sehr schnell und technisch wirklich sehr, sehr gut. Seine Fähigkeiten in der Defensive hat er verbessert. Auf mentaler Ebene muss er sich allerdings noch wieder erholen von der schwierigen Zeit auf der Bank oder auf der Tribüne, um zu seiner Bestform zurückzufinden.


Hält man seinen Umzug nach Dortmund in Spanien für einen klugen Schritt? Kann das funktionieren?

Für Paco Alcacer ist das eine gute Chance, seine Karriere neu zu starten. In Dortmund und in Deutschland ist er weniger bekannt. Das wird ihm helfen beim Neuanfang. Hier in Spanien gibt es inzwischen natürlich viele Vorurteile und die vielen Vergleiche mit den anderen Stürmern hier.


Kann sich Alcacer in Deutschland für die Nationalelf empfehlen?

Das sollte ein Ziel sein für ihn. Aber andere Kandidaten wie Asensio von Real Madrid drängen auch nach vorne. Die Tatsache, dass er im Ausland spielt und im internationalen Klubfußball sollte ihm weiterhelfen in Sachen Erfahrung. Er ist erst 25. Spaniens Nachwuchs spielt zwar auf hohem Niveau, und die A-Elf sowieso. Aber wenn sich Alcacer in Dortmund durchsetzt, kann ich mir gut vorstellen, dass er zumindest zu Freundschaftsspielen wieder eingeladen wird.

Was ist über Alcacer als Privatmensch bekannt?

Er ist ein Familienmensch, und ein richtig guter und netter Junge.

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