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Der Bundesliga-Spitzenreiter offenbart Schwächen: In der Defensive ist der BVB (zu) leicht verwundbar. Eine Analyse über Strickmuster, Körperlänge und Mentalität.

Dortmund

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Roman Bürki fluchte und fuchtelte mit seinen Armen. Wieder einmal ließen ihn seine Vorderleute im Stich, wieder einmal flogen Bälle quer durch seinen Strafraum und dann ins Tor. Sieben Gegentore in drei Spielen hat der BVB kassiert, alle nach ähnlichen Strickmustern: nach Flanken oder nach Standardsituationen. „Das sind Themen, die wir in den nächsten Wochen angehen möchten“, sagte Co-Trainer Edin Terzic. Es wird höchste Zeit.


Das sind die drei aktuellen Probleme des BVB:


01. Standards): Ruhende Bälle haben beim BVB im Training nicht höchste Priorität, genießen aber durchaus Aufmerksamkeit. „Wichtiger, als selbst Tore nach Standards zu erzielen, ist es meiner Meinung nach, keine Gegentore nach Standards zu kassieren. Gerade in den engen Spielen kann das entscheidend sein“, sagt Co-Trainer Manfred Stefes.

Gegen Bremen und Hoffenheim kassierte seine Mannschaft drei bittere Pillen nach Standards, zweimal kosteten sie kurz vor Schluss den sicher geglaubten Sieg. Doppelt ärgerlich: Diese Momente gelten als vergleichsweise leicht zu händeln, wenn Konzentration und Einstellung stimmen. „Standardsituationen sind auch immer eine Mentalitätsfrage: Wie möchte ich verteidigen?“, erklärte Terzic. Er musste nicht explizit erwähnen, dass da bei einigen Spielern Nachholbedarf besteht.


02.) Hohe Bälle: Hier fehlt es dem BVB schlicht an Körperlänge. „Wir sind nicht die Allergrößten“, räumte Terzic ein. Gegen Bremen und Frankfurt ließ sich beispielsweise Achraf Hakimi zweimal von seinem Gegenspieler düpieren, als er am eigenen Fünfmeterraum nicht entschlossen zum Kopfball ansetzte. Die Szenen ähneln sich, sie kehren wieder. Und: Drei der vergangenen sieben Gegentore fielen nach Abwehrfehlern auf der linken Seite. „Wir haben naiv verteidigt und da entscheidende Duelle verloren, die wir auch gewinnen können“, legte Stefes den Finger in die Wunde. Terzic dazu: „Wir haben immer gesagt, dass wir eine junge Mannschaft haben, die Fehler macht und der wir auch Fehler zugestehen.“

03.) Nachlässigkeit: Der BVB lässt sich von aggressiv auftretenden Gegnern zu leicht beeindrucken. Bremen (ab der 75. Minute) und Hoffenheim (ab Hälfte zwei) setzten den Dortmundern mit ihrer mutigen, teils pressenden Spielweise mächtig zu. 41 Torschüsse erlaubte die Defensive gegen Frankfurt, Werder und die TSG. Sportdirektor Michael Zorc mahnt, „Anspannung und Konzentration hochzuhalten“ und sich weniger „Nachlässigkeiten“ zu erlauben.

Strickmuster, Körperlänge, Mentalität! Das sind die Probleme des BVB

Ishak Belfodil (r.) trifft per Kopf zum 3:3. © imago/Team 2

Wie das geht, zeigte ja auch die erste Spielhälfte gegen Hoffenheim, als Dortmund keine ernsthafte Annäherung zuließ. Stabilität zeichnete den BVB während der gesamten Hinrunde aus. Ein Faktor mag auch das Personal sein: In Dan-Axel Zagadou, der seine Fußprellung überwunden hat, rückt eine erstklassige Alternative für die Abwehr zurück in den Kader.

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