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Die Fassade des Brandhauses an der Grimbergstraße strahlt wieder. Der Architekt sucht einen Generalunternehmer für den Innenausbau. Und wann können die Mieter wieder einziehen?

Schwerin

, 07.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Das Gerüst ist abgebaut, das große Wohnhaus an der Grimbergstraße 1 strahlt blitzeblank. Und drinnen? Da geht es nach wie vor um die Folgen des schweren Feuers, das vor einem halben Jahr 30 Mieterinnen und Mietern das Dach über den Kopf kostete. Renovieren ist angesagt.

Suche nach Generalunternehmer

„Der Architekt ist dabei, einen Generalunternehmer zu suchen“, sagt Eigentümer Christian Plätzsch auf Anfrage unserer Zeitung. Das eine oder andere Teil müsse vielleicht in den nächsten ein oder zwei Wochen noch herausgerissen werden. Etwa wenn der Chemiker feststelle, dass ein Bauteil nach dem Brand doch nicht mehr tauge und entfernt werden müsse. In vier Wochen, schätzt Plätzsch, könnten die Arbeiten vergeben sein. „Neue Elektrik, neue Sanitäranlagen, neuer Putz“, zählt er auf, was handwerklich auf der Agenda steht.

Die Mieter, sagt Plätzsch, seien immer darüber informiert, was abgehe. Rund die Hälfte habe mittlerweile neue Wohnungen gefunden, die anderen hofften, dass sie schnell zurückkönnten in ihr lieb gewonnenes Wohnumfeld. Wenn jemand eine neue Wohnung finde, gebe es ein Sonderkündigungsrecht. Die Sachen der Mieterinnen und Mieter seien alle aus den Wohnungen geholt worden.

Wann werden die Wohnungen wieder bewohnbar?

Bis Ende dieses Monats gilt das von der Stadt verhängte Betretungsverbot. Sollte tatsächlich noch etwas aus den Wohnungen geholt werden müssen, dann ist dies in Absprache natürlich möglich. Wenn alles gut klappt, könnte es sein, dass alle Wohnungen bis zum Ende dieses Jahres wieder bewohnbar werden, erklärt Plätzsch. Laufe es dagegen schleppend, könnte sich das Ganze bis zum Frühjahr hinziehen. Die Wohnungen, die weniger vom Brand betroffen gewesen sind, könnten aber sicher eher wieder zur Verfügung gestellt werden.

Und was ist aus der vom Schweriner Rechtsanwalt Jürgen Wischnewski angeleierten Spendenaktion geworden? Zwei seiner Mandanten wohnen in dem Gebäude. „Wenn die Mietparteien wieder einziehen dürfen, aktualisieren wir das Ganze“, sagt Wischnewski. Möbel etwa könnten ja nur übergeben werden, wenn die Wohnungen wieder beziehbar sind. Dass sich das Ganze so lange hinzieht, hat auch Plätzsch überrascht. „Manchmal geht ein Neubau schneller.“

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