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Bürger suchen mit dem Bürgermeister nach Lösungsvorschlägen für Parkplatz-Problem

rnParkbad Nord

Wenn‘s heiß ist und der Andrang an der Recklinghauser Straße groß, gibt es einfach viel zu wenige Parkplätze am Parkbad Nord. Und die Leidtragenden sind in den meisten Fällen die Anwohner.

Ickern

, 12.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Das war am Dienstagnachmittag der Anlass für einen Meinungsaustausch zwischen Betroffenen und Verwaltung im Schwimmbad, zu der Bürgermeister Rajko Kravanja eingeladen hatte.

Das vorab: Einen Königsweg zur Lösung gibt es nicht, aber ernsthafte Überlegungen, wie die Situation verbessert werden kann. Ein Neuanwohner, der mit Sack und Pack wieder nach Castrop-Rauxel zurückzog, wartete kürzlich an einem Freitag von 14 Uhr bis gegen 20.30 Uhr, bis er mit seinem Anhänger endlich einen Parkplatz gefunden hatte.

Tempo 30 nicht einfach durchzusetzen

„Parken auf der Grünfläche geht prinzipiell nicht“, erklärte der Chef des städtischen Immobilienmanagements, Frank Neuschulz, einer enttäuschten Bürgerin, die dafür ein Knöllchen kassiert hat. Tempo 30 auf der Recklinghauser Straße zwischen Minigolf-Anlage und Freibad einzuführen, sei rechtlich nicht einfach durchsetzen, hieß es aus der Verwaltung. Ob das temporär möglich ist, solle aber geprüft werden. Vor Altenheimen, Schulen und Kitas ist die Tempo-30-Regel ja vor nicht allzu langer Zeit umgesetzt worden, für Schwimmbäder gilt die übergeordnete Vorschrift nicht.

Dass auf der Recklinghauser Straße zu schnell gefahren werde, darüber beschwerten sich mehrere Bürger. Und nicht nur dort. Auch in der Waldenburger Straße, schilderte ein Anwohner, sei ihm in sechs Jahren acht Mal der Spiegel abgefahren worden. Vor drei Jahren sei das Auto von einem Raser zu Schrott gefahren worden. Er fragte, ob die alten Regeln überhaupt noch gültig seien – wie etwa die, fünf Meter vor einer Kreuzung nicht parken zu dürfen. Kommt das Ordnungsamt, bekanntlich zuständig für den ruhenden Verkehr, überhaupt raus und guckt vor Ort nach?

Shuttle-Dienst-Idee verworfen

Selbstverständlich, so es die personelle Kapazität zulässt, lautete die Antwort. Dann nehmen sich die Politessen auch die Zeit, die Situation insgesamt an der betreffenden Straße in den Blick zu nehmen. Die Malterscheidstraße wanderte bei Bürgermeisterreferent Marcel Mittelbach auch auf den Notizzettel. In der lang gezogenen Kurve vor der Einmündung parken oft Autos. Genau so, wie an der Ausfahrt vom Minigolf-Platz.

SPD-Ratsmitglied Jürgen Schulte fragte in die Runde, ob eine Bushaltestelle die Situation verbessern könnte. Ein Shuttle-Dienst von einem Parkplatz an der Klöcknerstraße wurde schnell als Idee wieder verworfen. Kravanja: „Bequem sind wir alle und versuchen, mit dem Auto bis zum Ziel zu kommen.“ Und ist die Freibad-Saison am Ende, sehen die Anwohner den Verkehr vom und zum Sportplatz kritisch. Genau wie den Schutz- oder Angebotsstreifen für Radfahrer auf der Recklinghauser Straße. „Wir machen mit diesem Angebot gute Erfahrungen“, sagte Verkehrsplaner André Sternemann. Die Geschwindigkeit sei deutlich runter gegangen. Nachgedacht wird bei der Stadt aktuell darüber, auf dem vorderen Grünstreifen einen Parkplatz anzulegen, das brächte vielleicht 30 Parkplätze mehr. Da stehen allerdings auch alte Bäume.

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