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Die Staatsanwaltschaft fordert im Prozess vor allem für das „Küken“ eine harte Strafe

rnEinbrecherbande

Die Einbrecherbande, die sich vor dem Bochumer Landgericht verantworten muss, wird voraussichtlich Haft- und Bewährungsstrafen bekommen. Der jüngste Angeklagte hat schon Einiges auf dem Kerbholz.

Castrop-Rauxel

, 11.09.2018 / Lesedauer: 2 min

Im Prozess um eine Wohnungseinbruch-Serie in Castrop-Rauxel und Umgebung hat die Staatsanwaltschaft am Montag Haft– und Bewährungsstrafen für die fünf Angeklagten (16, 21, 22, 23, 29 Jahre) gefordert. Am empfindlichsten soll das „Küken“ der Einbrecher-Bande bestraft werden.

Weil der 16-Jährige bei den meisten der acht angeklagten Einbruchscoups dabei gewesen und erst wenige Monate zuvor wegen Einbruchsdiebstahls verurteilt worden ist, hat die Staatsanwaltschaft am Bochumer Landgericht eine Jugendhaftstrafe von zweieinhalb Jahren beantragt.

Weitreichende Geständnisse

Dasselbe gilt für eine 21-jährige Mitangeklagte. Die drei weiteren Angeklagten sollen wegen ihrer insgesamt geringer einzustufenden Tatbeiträge noch einmal mit Bewährungshaftstrafen von 18, 22 und 24 Monaten davonkommen, so der Staatsanwalt vor der dritten Jugendstrafkammer.

Vier der fünf Angeklagten hatten in dem schon seit Wochen geführten Prozess zuletzt doch noch weitreichende Geständnisse abgelegt. Die zwei Frauen und drei Männer gehören laut Anklage zu einer in Serbien, Italien und Frankreich weit verzweigten Familiensippe.

Bandenzentrale in Herten

Fast alle Angeklagten haben gleich mehrere Alias-Identitäten und -Namen. Zentrale der Bande war angeblich eine Wohnung in Herten, von wo die Tageswohnungseinbrecher zu den jeweiligen Tatorten ausgeschwärmt sein sollen.

Neben Recklinghausen, Herten, Gelsenkirchen und Braunschweig waren die Einbrecher auch in Castrop-Rauxel aktiv. Am 18. Januar 2017 hatten mehrere Täter versucht, in eine Doppelhaushälfte auf Schwerin einzubrechen.

Die Urteile wollen die Richter am 19. September verkünden.
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