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Guido Maria Kretschmer sucht in Castrop-Rauxel nach der Shopping Queen

rnTV-Sendung

10 von 10 Punkten für die Castrop-Rauxelerin Andrea Jakszewski? Das Vox-Format „Shopping-Queen“ war in der Stadt, doch ist Castrop-Rauxel, wenn es um Mode geht, Top oder eher ein Flopp?

Castrop-Rauxel

, 30.11.2018 / Lesedauer: 6 min

Anfang Oktober herrschte große Aufregung in Castrop-Rauxel: ein pinkfarbenes Auto fuhr durch die Straßen und parkte auf dem Marktplatz. Für echte Fans direkt erkennbar: Es ist das Shopping-Mobil des Vox-Fernsehformats „Shopping Queen“. Gedreht wurde eine Folge, die im Januar 2019 ausgestrahlt werden soll. Im Mobil: Die Castrop-Rauxelerin Andrea Jakszewski. Die 48-Jährige und ihre Freundin Nicole nahmen an der Folge „Shopping Queen Dortmund“ teil, und erlebten, was es heißt, eine Woche lang als Shopping-Queen-Kandidatin um den Titel der am besten gekleideten Frau Dortmunds - und Castrop-Rauxels - zu kämpfen.

Wettbewerb zwischen fünf Kandidatinnen

Bei dem Format handelt es sich um einen Wettbewerb zwischen fünf Kandidatinnen, die gegeneinander antreten, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Dazu gehören Outfit, Make-up, Frisur und Schmuck. Guido Maria Kretschmer, deutscher Designer, bewertet am Ende der Woche das Gesamtoutfit der Kandidatinnen. „Und Guido ist wirklich genauso, wie es im Fernsehen gezeigt wird: total sympathisch und nett, eine tolle Persönlichkeit“, sagt Andrea Jakszewski.

Zu Beginn der Woche gibt Guido Maria Kretschmer auch das Motto bekannt. „Unser Thema war die Schluppenbluse, modisch in Szene gesetzt“, erklärt Andrea Jakszewski. Eine Jacke oder Schal dürfe sie nicht darüber tragen, es gelte, das Kleidungsstück in den Mittelpunkt des Outfits zu stellen. Eine Schluppenbluse ist eine Bluse mit einem Textilband am Kragenbereich, das vorn zu einer Schleife gebunden werden kann. Das Budget: 500 Euro, die restlos ausgegeben werden können.

Guido Maria Kretschmer sucht in Castrop-Rauxel nach der Shopping Queen

Andrea Jakszewski will die zehn Punkte, die höchstmögliche Bewertung. © VOX

Jede der Teilnehmerinnen hat vier Stunden Zeit, in denen sie sowohl das Outfit gekauft als auch das Make-up und die Frisur gemacht haben muss. „Ich hatte eine starke Konkurrenz“, erzählt die 48-Jährige, und verrät, dass sie Regionalleiterin von Esprit in Düsseldorf ist. „Deswegen hatten die anderen Mädels von Anfang an hohe Erwartungen an mich.“

Vier Runden bis in die Endauswahl

Beworben hat sich die Castrop-Rauxelerin zweimal. „Ich hatte einfach Lust auf das Format und wollte das unbedingt mal ausprobieren. Aber gesagt habe ich das niemandem. Meine Freundin Nicole habe ich damit überrascht.“ Es folgte ein intensiver Auswahlprozess, bestehend aus Online-Bewerbung, Interview, Fotos und Kameratest.

„Nach der formellen Online-Bewerbung folgte das Telefoninterview, da musste ich natürlich erstmal erzählen, warum mich Shopping-Queen interessiert“, so Andrea Jakszewski. Modebegeistert müsse man sein, aber das bedeute nicht, dass Bewerberinnen, die gerne Jeans und Pulli tragen, keine Chance hätten, bei der Serie mitzumachen. Man solle sich einfach mal bewerben, findet Andrea Jakszewski, denn das Format sei wirklich etwas für Frauen jedes Alters.

„Ich musste zudem Bilder von meinen Lieblingsoutfits und dem, was ich im normalen Alltag trage, per Whatsapp schicken. Und da die anderen vier Kandidatinnen ja bei mir zu Hause sind, während ich selbst shoppen gehe, musste ich auch beschreiben, wie meine Wohnung aussieht.“

Auch diese Runde bestand Andrea Jakszewski, die letzte Hürde war das Kamerateam, das bei ihr zu Hause vorbeischaute. „Dann wurde getestet, wie ich mich so vor der Kamera mache“, erzählt die Castrop-Rauxelerin, die in ihrem Leben noch nie irgendwo anders gewohnt hat, und auch nie wegziehen möchte. Kamerascheu dürfe man auf keinen Fall sein, denn eine Woche lang verfolgt ein Kamerateam jeden Schritt, den die Kandidatinnen machen.

Mit dem Mountainbike im Landschaftspark Erin

Andrea Jakszewski schaffte es in die Endauswahl. Mit vier Dortmunderinnen bildete sie die Shopping-Gruppe: fünf blonde Frauen zwischen 21 und 64 Jahre alt. Jede Kandidatin wurde vor der Shopping-Woche in einem kleinen Video porträtiert, für Andrea Jakszewski war es keine Frage, wo und wie sie sich zeigen wollte. „Wir haben mein Video im Erin-Park gedreht, das fand das Kamerateam total super. Die Zechen und der Bergbau gehören hier einfach dazu, das sind unsere Wahrzeichen.“

Guido Maria Kretschmer sucht in Castrop-Rauxel nach der Shopping Queen

Andrea Jakszewski präsentiert sich im Erin-Park - als waschechte Castrop-Rauxlerin. © VOX

Sportlich ist die Managerin, und das ließ sich im Landschaftspark ideal beweisen. Mit dem Mountainbike ging es die kleinen Hügel rauf und runter, Andrea Jakszewski wollte zeigen: Ich bin eine echte Castrop-Rauxelerin. Und dass Castrop-Rauxel mit Dortmund mithalten kann, ist für sie gar keine Frage. „Klar kann man in Dortmund auf dem Westenhellweg super shoppen. Aber hier in Castrop-Rauxel kennt man sich, da weiß man, wo man hin muss und es ist nicht so stressig wie in Dortmund“, sagt sie. Außerdem bekäme man hier etwas, was in Dortmund zu kurz komme „gute Kundenberatung.“

Nach dem ersten Besuch des Kamerateams ging dann alles ganz schnell. „Es gab noch ein paar E-Mails hin und her, um alle Fragen zu klären. Und dann kam das Kamerateam an einem Montag, klopfte an meine Tür, holte mich ab und alles lief so, wie es im Fernsehen gezeigt wurde,“ erinnert sich Andrea Jakszewski. Die Woche Shopping-Queen begann.

„Die anderen Kandidatinnen habe ich an dem Tag das erste Mal bei der ersten Shopping-Queen-Anwärterin getroffen. Die Stimmung war direkt gut und die Chemie hat absolut gestimmt.“ Während eine Kandidatin shoppen geht, bleiben die Konkurrentinnen in ihrer Wohnung und dürfen sich durch den Kleiderschrank wühlen. „Aber natürlich gab es auch Grenzen, wir haben jetzt nicht in jede Schublade geschaut.“ Selbst angezogen habe sie allerdings nichts von den Klamotten der anderen Frauen. Außerdem gab es jeden Tag eine Aufgabe, die von der shoppenden Kandidatin gestellt wurde, um die anderen vier Frauen zu beschäftigen.

„Eine Kandidatin war Hobby-Fotomodel, und wir bekamen die Aufgabe, eines ihrer Fotos nachzustellen“, so Andrea Jakszewski. An ihrem eigenen Tag beauftragte Andrea Jakszewski die Mitkandidatinnen damit, die Koi-Fische in ihrem Teich zu füttern. „Ich habe natürlich gemerkt, was die Vier anderen sich in meiner Wohnung angeschaut haben, denn ich habe einen absoluten Ordnungsfimmel.“ Komisch sei das allerdings nicht gewesen, und auch aus ihrem Schrank habe Andrea Jakszewski zuvor nichts herausgenommen, was hätte versteckt werden müssen.

Das (Gewinner-) Outfit von Reiter?

Mitte der Woche war sie an der Reihe, und Andrea Jakszewski ging mit einer klaren Idee an das Thema. „Ich habe eine ziemlich gute Vorstellung von dem, was ich tragen kann. Daher wusste ich schon genau, was ich will.“ Was genau für ein Outfit es am Ende wurde, will die Mode-Expertin nicht verraten. Doch wo sie das (mögliche) Gewinner-Outfit gefunden hat, das erzählt Andrea Jakszewski. „Wir waren unter anderem bei Pieper, Große-Kreul Schuhhandel und bei Reiter.“ Bei Reiter musste sie nur drei unterschiedliche Outfits anprobieren, bis sie die Traum-Kombination aus Bluse und Hose gefunden hatte.

„Alles ging wirklich schnell“, sagt Modehaus-Chef Jens Reiter. Nur ein paar Momente, bevor die Kandidatin seinen Laden betrat, wurde er gefragt, ob das gesuchte Teil denn auch vorhanden sei. Er war da, als Andrea Jakszewski mit dem Kamerateam in seinen Laden kam. „Es dauerte nur 30 Minuten“, erinnert sich Jens Reiter. Beraten habe er sie persönlich, da eine seiner Verkäuferinnen Lampenfieber bekommen habe. „Aber ich wurde vom Kamerateam gelobt. Ich sei ganz entspannt und sachlich, und sie wünschten sich mehr männliche Verkäufer.“ Außerdem habe er wohl die Teile immer genau passend in die Kamera gehalten, und nicht nur darauf gezeigt. „Aber so arbeite ich generell, ich ziehe ein Teil hervor, breite die Jeans aus, damit der Kunde sehen kann, was er da hat.“

Traum-Outfit kann man schnell finden

Seiner Meinung nach gebe es immer weniger geschulte Verkäufer, die er auch als „Modeberater“ betitelt. Doch sollte jemand in einen Laden gehen und sich trauen, sich einmal richtig beraten zu lassen, „dann ist das Traum-Outfit auch innerhalb von 5 bis 15 Minuten gefunden. Die Frauen müssen sich einfach mal mehr trauen“, sagt er. So wie Andrea Jakszewski. Für sie habe er ein Outfit gefunden, das dem Thema gerecht würde. Ein grün gemustertes Teil mit Samtschleife, dazu eine raffinierte schwarze Jeans. „Die Schluppenbluse ist aus den 30er-Jahren, klassisch chic, aber man kann sie auch sportlich tragen“, sagt Jens Reiter. „Es ist wahr, Männer trauen sich mehr, weil Frauen Angst haben, in ein Mode-Fettnäpfchen zu treten.“ Andrea Jakszewski habe aber zum Glück eine ehrliche Freundin dabei gehabt, die ihr gesagt habe, was ihr stünde und was nicht. Und mit dem Outfit für 180 Euro gesteht Jens Reiter der Kandidatin hohe Chancen zu.

Bei Coiffeur Coco bekam Andrea Jakszewski den letzten Schliff, in nur 30 Minuten zauberten ihr die Friseuerinnen eine Hochsteckfrisur und ein preisverdächtiges Make-up, und der letzte Rest der 500 Euro Budget ging als Trinkgeld in die Kaffeekasse. Immer mit dabei: das Kamerateam. „Man bemerkt das eigentlich kaum.“ Nachfragen von Passanten kämen auch keine, doch dem Shopping-Queen-Mobil schauen alle hinterher, das war schon amüsant zu beobachten.“

Dann ging es zum Laufsteg in die Eventkirche Dortmund, wo die Konkurrentinnen aus Dortmund Andrea Jakszewskis Outfit bewerteten. „Das ist wirklich eine Hammer-Location, und passte absolut zum Format.“ Die Endbewertung gab es aber erst ein paar Wochen später in Berlin, wo auch Guido Maria Kretschmer, ein deutscher Modedesigner, frei Schnauze die modische (Fehl-) Auswahl der Kandidatinnen kritisiert und bewertet. Ob Andrea Jakszewski allerdings mit ihrem Castrop-Rauxeler Outfit die nächste Shopping-Queen im Pott wird, kann man erst im Januar 2019 bei Vox sehen.

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