Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit dem DigiQuartier werden in Habinghorst auch Ältere digital

Landesprojekt

Nach dem Ende des NRW-Förderprogramms „Soziale Stadt“ soll dem Stadtteil Habinghorst ein neues Landesprojekt unter die Arme greifen. Das Zauberwort heißt jetzt „DigiQuartier“. Zielgruppe sind auch Ältere.

Habinghorst

, 07.10.2018 / Lesedauer: 3 min
Mit dem DigiQuartier werden in Habinghorst auch Ältere digital

Mit Tablets werden auch Senioren digital. © picture alliance / dpa

Lebenswerter soll das Wohnen für Jung und Alt durch die Digitalisierung werden. Ein Schwerpunkt ist dabei der Pflegebereich. Durch den Einsatz von Technologie will man den Menschen in Habinghorst ermöglichen, länger selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben.

Jan Erdmann ist Projektmanager

Aus dem Kreis Recklinghausen wurden neben Habinghorst der Dorstener Ortsteil Wulfen und Herten für das Förderprogramm ausgesucht. Ansprechpartner für die Habinghorster ist der 26-jährige Projektmanager Jan Erdmann. Dieser stellte sich am Donnerstagabend während der Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung vor.

Der Schauplatz dafür war günstig. Denn das Gremium tagte im Gemeindehaus der evangelischen Gemeinde an der Wartburgstraße. Somit traf Erdmann auf einige seiner Ansprechpartner, die unter den Gästen waren.

Kontakt mit den Akteuren

Er berichtete, dass bis 2021 digitale Technologien für eine alters-, familien- und behindertengerechte Quartiersentwicklung gefördert werden. Die wichtigste Rolle im Quartier Habinghorst spielen aber die Bürgerinnen und Bürger, so Erdmann. In Bürgerbeteiligungsverfahren sollen sie ihre Wünsche, Befürchtungen und Erwartungen für eine verbesserte Lebensqualität im Stadtteil einbringen. Erdmann betonte, dass er derzeit den Kontakt zu möglichst vielen Akteuren und Vereinen vor Ort suche, damit sein Ziel erreicht werden könne.

Der 26-Jährige stellte sein Leitbild dar: „Ambulant soll vor stationär gehen.“ Zur Erprobung innovativer Angebote soll das Umfeld rund um die Lange Straße genutzt werden. Hier könnte es an einem Knotenpunkt zum Beispiel ein digitales Schwarzes Brett geben, sagte Erdmann. Und eine Plattform, also etwa eine Internet-Seite für das Quartier könnte die Menschen hier verbinden. Angedacht sind Kurse für Senioren, die darin den Umgang mit Computern, Smartphones und Tablets lernen können.

Gibt es eine Aufwandsentschädigung?

Die Habinghorster Hobbyhistorikerin Ursel Beushausen gab in diesem Zusammenhang zu bedenken: „Wir haben hier leider keine Agora wie die Ickerner für solche Veranstaltungen. Und unser Haus der Begegnung ist mit anderen Terminen bestimmt ausgebucht.“

Auch Fragen richteten Gäste des Ausschusses für Bürgerbeteiligung an Jan Erdmann, etwa von Inwerb-Vorstandsmitglied Nina Pawlowski. Sie wollte wissen, ob es eine Aufwandsentschädigung für denjenigen geben werde, der sich um eine Habinghorster Internetseite kümmern werde. Jan Erdmann setze in diesem Zusammenhang auf ehrenamtliche Teams, die für die Nachhaltigkeit einer solchen Plattform sorgen. Denn er selbst sei nach dem Jahr 2021 nicht mehr greifbar.

DigiQuartier ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Kreisverwaltung, dem Rhein-Ruhr-Institut der Universität Duisburg Essen und dem Institut für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen, die das Projekt wissenschaftlich begleiten. Die in den drei Projektquartieren gewonnenen Erkenntnisse sollen allen Kommunen im Kreis Recklinghausen zugutekommen.
Lesen Sie jetzt