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Sanierung der alten Deponie Brandheide liegt gut im Zeitplan

rnNaherholung am Mühlenbach

Gute Fortschritte machen die Arbeiten zur Sanierung der alten Deponie Brandheide. Einige Arbeiten sind beretis abgeschlossen. Und was macht die viel diskutierte Fischtreppe?

Merklinde

, 07.12.2018 / Lesedauer: 4 min

Viel getan hat sich auf der ehemaligen Mülldeponie an der Brandheide seit Anfang des Jahres. Auch im Vergleich mit der ersten öffentlichen Besichtigung der Baustelle mit Anwohnern und Presse im Sommer (wir berichteten) sind viele Veränderungen zu erkennen. Der trockene Sommer war für die Arbeiten sehr günstig. „Die Baustelle ist hier zusätzlich sehr gut organisiert und geführt“, so EUV-Vize Thorsten Werth-von Kampen am Donnerstag beim Pressetermin vor Ort.

Ein Überblick über den Stand der Dinge:

  • Abgeschlossen ist die Entschlammung des Mühlenteichs, bei der 4000 Kubikmeter Schlamm aus dem Teich ausgebaggert und an der Deponie aufgeschüttet wurden.
  • Auch die 800 Meter lange Notabwasserleitung ist fertig. Die Oberfläche der Straße Brandheide wird gegen Ende der Arbeiten wieder in Schuss gebracht, erklärt Werth-von Kampen.
  • Die Spundwände und Tiefendrainagen, die das Grundwasser von der Deponie fernhalten bzw. umleiten sollen, sind fertiggestellt.
  • Eins der beiden derzeit noch oberirdisch zu sehenden Aktivkohlebecken aus Beton ist fertiggestellt, das zweite befindet sich im Bau. Die Becken filtern später die Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) aus dem Sickerwasser heraus, das über die Tiefendrainagen umgeleitet wird.
  • Die natürliche Kläranlage mit insgesamt drei Becken – hier sollen Stickstoffverbindungen aus dem Wasser entfernt werden – befindet sich im Bau. Damit sie später arbeitet wie geplant, wird das Wasser hier in Schleifen geleitet. „Am Ende sollen Belastungswerte erreicht werden, die eine Einleitung in Oberflächengewässer erlauben“, sagt Werth-von Kampen. Mit einer Naturkläranlage dauert es nach Betriebsstart aber eine gewisse Zeit, bis das so klappt wie gedacht. „Wir gehen hier von einigen Monaten aus“, sagt Dr. Michael Gass, Projektleiter des Verbands für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV).
  • Ebenfalls fertiggestellt sind der neue oberirdische Bachlauf des Mühlenbachs, das Regenrückhaltebecken (ausgelegt für einen Regenguss, wie er nur alle 50 Jahre einmal vorkommt) und der künstliche Wasserfall, die sogenannte Kaskade. Sie überbrückt an der Ostböschung einen Höhenunterschied von 10 Metern, kommt allerdings nur bei Hochwasser zum Einsatz.
  • Für gewöhnlich soll das Wasser des Mühlenteichs über die viel diskutierte Fischtreppe die Ostböschung heruntergelangen. Die wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 gebaut. „Das Wetter lässt die Arbeiten an der Böschung zurzeit nicht mehr zu“, sagt Sabine Schidlowski-Boos vom AAV.
  • Die Bauarbeiten sollen im Frühsommer 2019 abgeschlossen sein. Im Oktober folgen dann Aufforstung und Renaturierung. Die Pause hat einen guten Grund: „Bäume dürfen aufgrund der Schutzzeit erst ab Oktober gerodet oder gepflanzt werden“, so Schidlowski-Boos. Mit dem endgültigen Abschluss aller Arbeiten an der Brandheide rechnen AAV und EUV Ende 2020.

Interaktive Karte mit Erklärungen

Um die Arbeiten an der Brandheide möglichst anschaulich darstellen zu können, haben wir eine Karte mit detaillierten Erklärungen und Fotos zu den einzelnen Maßnahmen erstellt. Die Karte hat zwei Ebenen, die auch getrennt voneinander ausgewählt und angeschaut werden können:

  • Mühlenbach und Naherholung: Hier wird die Umleitung des Mühlenbachs und des Grundwassers gezeigt. Das ankommende saubere Wasser soll künftig so umgeleitet und abgeschirmt werden, dass es nicht mehr mit ausgespülten Schadstoffen aus der Deponie in Kontakt kommt.
  • Deponie und Sickerwasser: Hier geht es zum großen Teil um die Vermeidung und Klärung des durch Regen verursachten Sickerwassers. Ganz verhindern lässt sich das Sickerwasser nicht.
  • Die Verortung der unterirdisch angelegten Aktivkohlebecken ist symbolisch. Die genaue Lage weicht hier ab. Auch die Darstellung der unterirdischen Spundwände ist schematisch. Der exakte Verlauf kann abweichen.

So wird die Karte benutzt:

Mit dem Computer: Wenn Sie die linke Maustaste festhalten, können Sie den Kartenausschnitt verschieben. Mit dem Mausrad wird der Ausschnitt nach Belieben vergrößert oder verkleinert. Wenn Sie die einzelnen Symbole und Flächen anklicken, werden die Informationen und Bilder zu den entsprechenden Stellen angezeigt.

Mit dem Smartphone: Mit einem Finger über die Karte wischen verschiebt den Ausschnitt. Mit zwei Fingern gleichzeitig (zusammen- oder auseinanderziehen) wird der Ausschnitt nach Belieben vergrößert oder verkleinert. Ein Fingerdruck auf einzelne Symbole und Flächen ruft die Informationen und Bilder zu den entsprechenden Stellen auf.

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