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„Das Flirten ist das Wichtigste am Freibadbesuch“

rnFreibäder

Der Bezirk Huckarde hat rund 17.000 Einwohner – und gut 7000 Freibadbesucher. Denn Huckarde hat als einziger Bezirk zwei Freibäder – und hofft auf einen „legendären Sommer“.

Deusen

, 25.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Rund 3000 Besucher täglich meldet das Freibad Hardenberg, um die 4000 sind es in Wischlingen. „Ein guter Sommer“, sagt Claudia Heckmann von der Sportwelt Dortmund, die unter anderem das Freibad Hardenberg in Deusen verwaltet, zu den vergangenen Tagen. „Ein sehr guter Sommer, wenn die Wettervorhersage bis Sonntag eintritt.“ Und wenn der August auch noch schön wird? „Dann haben wir einen legendären Sommer.“

Ja, es ist langfristig heiß, aber das ist nicht der Grund für die tolle Zwischenbilanz. Den kennt Badleiterin Ellen Höltke: „Zum ersten Mal seit 2010 fallen die sommerliche Hitzeperiode und die Schulferien zeitlich zusammen.“ Deshalb konnte Deusen schon am Sonntag vor einer Woche so viele Besucher wie im gesamten vergangenen Jahr zählen. Am Montag lag der Stand bei 40.000 Besuchern. Beim Allwetterbad in Wischlingen fließen die Besucherzahlen des Freibades im Sommer in die Jahresbilanz ein und sind deshalb nicht sinnvoll vergleichbar.

Bisher musste niemand einem Gast hinterherspringen

Für die Teams beider Bäder bedeutet dieser potenziell „legendäre“ Sommer vollen Einsatz. Beide öffnen um 9 Uhr, Deusen schließt um 19 Uhr, Wischlingen um 22 Uhr, und danach muss noch aufgeräumt werden. Da kommt einiges an Arbeitszeit zusammen.

Der Freibad-Dienst ist in der aktuellen Hitze besonders fordernd. Denn dann kommen auch Menschen ins Bad, die wenig bis keine Bade- oder gar Wassererfahrung haben. „Die Leute merken erst nach dem Sprung ins Wasser, dass sie dort nicht stehen können“, sagt Carsten Grimpe, technischer Leiter des Freibads. In diesem Sommer musste noch keiner seiner Mitarbeiter einem Gast hinterherspringen, das führt er auf die Erfahrung seiner Bademeister zurück, die entsprechende Personen gezielt ansprechen. Und woran erkennt der Fachmann die Selbstüberschätzer? Ganz einfach, es sind in der Regel pubertierende Jungs, die es übertreiben. „Das Flirten ist doch das Wichtigste am Freibadbesuch“, meint auch Ellen Höltke.

Falls jemandem 35 Grad zu kalt sind ...

Noch vor den Halbstarken machen in beiden Bädern die Familien die Mehrheit aus. Und sie haben fast alle den gleichen Plan: „Wir sind um 9 Uhr gekommen und wir bleiben bis zum Abend“, verrät eine Mutter eines kleinen Jungen mit Schwimmflügeln. „In dieser Woche kommen wir jeden Tag.“

Diese Kunden hat auch Ellen Höltke in Deusen: „Zuerst denkt man, die wollen hier übernachten, denn einige Familien kommen gleich mit Zelt.“ Glück für Gäste beider Bäder: Man darf praktisch alles aufs Gelände mitbringen, sogar das Mittagessen.

Der Revierpark Wischlingen befriedigt aber auch die Bedürfnisse von Menschen, für die 30-35 Grad nur relativ warm sind. Der Betrieb der Sauna-Landschaft geht fleißig weiter. Durch das aktuelle Sommerwetter liegen die Besucherzahlen der Saunen nur rund tausend unter den Erwartungen. Ansonsten ist die Sauna fast so gut besucht wie immer. Carsten Grimpe weiß warum: „Das liegt an unserem neuen Außengelände der Saunalandschaft. Dort darf man nackt in der Sonne liegen“. Also nutzen die Gäste die Saunalandschaft als FKK-Freibad. Das funktioniert, denn auch dieser vor Blicken geschützte Bereich, hat ein Schwimmbecken.

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