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Die Straße Übelgönne im Unionviertel ist bald gar nicht mehr so übel

rnRund ums FZW

Im Bereich des FZW wird gebaggert. Die Übelgönne und die Ritterstraße werden umgestaltet. Neuer Charme soll bald den Hinterhofcharakter ersetzen - und die Verkehrsregelung wird sich ändern.

Mitte

, 30.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn die Übelgönne und die Ritterstraße umgebaut sind, werden sie mit ihren neuen Fahrbahndecken und Gehwegen, 15 sorgsam platzierten Straßenbäumen, schrägen Parkplatzbuchten und 12 Laternen mit LED-Technik für den Wandel im gesamten Unionviertel stehen. „Die Übelgönne hatte eher Hinterhofcharakter und war Autofahrern nur als Abkürzung zwischen Rheinischer- und Unionstraße bekannt. Jetzt bekommt sie eine ganz andere Bedeutung“, sagte Planungsdezernent Ludger Wilde bei einem Baustellenbesuch.

In Zukunft wird das Sträßchen unterhalb des Bahndamms wichtig sein für die Erschließung einer geplanten Wohnanlage sowie der ebenfalls vorgesehenen Dreifach-Sporthalle für die Schulen am U-Turm.

Weitere Bebauung möglich

Schon jetzt hat sich das ehemalige Gelände der Dortmunder Union-Brauerei zu einem Standort für Kultur, Bildung, Kreativität und Dienstleistung entwickelt. Einrichtungen wie das Museum Ostwall im U und zwei Berufskollegs sind dort beheimatet. Hinzu kommt das FZW, das sich an der Ritterstraße zu einem Veranstaltungsort von regionaler Bedeutung entwickelt hat. Und südlich des FZW liegt das Einkaufszentrum Westcenter, dessen Anziehungskraft über die Grenzen des Quartiers hinausgeht. Damit haben sich also die verkehrlichen und städtebaulichen Anforderungen an die Ritterstraße und die Übelgönne schon längst verändert.

Die Straße Übelgönne im Unionviertel ist bald gar nicht mehr so übel

Die Straße Übelgönne wird völlig umgebaut – und am Ende an der Ostseite zur Sackgasse. Anschließend folgt der Umbau der Ritterstraße, die zur Einbahnstraße mit Ausfahrt über die Übelgönne wird. © Peter Wulle

„Der Straßenumbau reagiert auf den Bedeutungszuwachs der Straßen und lässt Optionen für weitere Bautätigkeiten auf der U-Fläche und im näheren Umfeld“, sagte Susanne Linnebach, die Leiterin des Amtes für Stadterneuerung. Und die gravierendste Veränderung für alle Autofahrer erklärte Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl: „Zur Entlastung des Verkehrsknotenpunktes Ritterstraße / Rheinische Straße wird die Ritterstraße zur Einbahnstraße, die von der Rheinischen Straße in Richtung Norden befahren werden kann. Die Fahrbahn umfasst eine Fahrspur mit einer Breite von 3,50 Meter, die auf Höhe des FZW leicht verschwenkt ist.“

Tempo 30 für Autofahrer

Die Geschwindigkeit wird sowohl auf der Ritterstraße als auch auf der Übelgönne auf Tempo 30 begrenzt. Ein deutlich erkennbarer Radfahrstreifen auf der Westseite der Ritterstraße sichert einen ungehinderten Radverkehr in südliche Richtung auch entgegengesetzt dem Autoverkehr.

„Wir sind mit dieser Planung zufrieden. Auch die Bürger haben das so angenommen. Es ist wichtig, die Straßen der Bebauung anzupassen und auch die Einbahnregelung ist sinnvoll“, sagte Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze.

Gestaltung der Arkaden an der Rheinischen Straße

Die schöne neue Welt rund ums FZW, vor dem auch Fahrradbügel und Sitzgelegenheiten installiert werden, soll im November dieses Jahres fertig sein. Es werden 1,65 Millionen Euro investiert.

Die Straße Übelgönne im Unionviertel ist bald gar nicht mehr so übel

Trotz des Winterwetters wird auf der Baustelle an der Übelgönne gearbeitet. © Peter Wulle

Susanne Linnebach betonte, dass damit das vorletzte Projekt des Stadtumbauprogramms Rheinische Straße realisiert wird. Eine letzte Aufwertung soll das Quartier noch mit der Schönheitskur für die Arkaden an der Rheinischen Straße erfahren. Diese Arkadengestaltung ist ein dringender Wunsch der Bewohner im Unionviertel. Geplant ist ein durchgängiges Farb- und Beleuchtungskonzept. Die betroffenen Häuser gehören 13 privaten Eigentümern, die unter einen Hut gebracht werden mussten.

Umgestaltung Übelgönne/Ritterstraße

Bauzeit beträgt fast ein Jahr

Mit dem Umbau der Straße Übelgönne wurde am 10. Dezember des vergangenen Jahres begonnen. Für die Zeit des Ausbaus ist die Übelgönne für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Ritterstraße wurde vorübergehend zur Sackgasse. Der Verkehr fließt über Rheinische Straße und Unionstraße. Im Anschluss erfolgt der Ausbau der Ritterstraße in mehreren halbseitigen Teilabschnitten. Während dieser Zeit wird die Übelgönne zur Sackgasse. Der Verkehr wird dann über Unionstraße und Rheinische Straße geführt. Der Anliegerverkehr bleibt weiterhin möglich. Es werden Fahrradstellplätze gebaut, die das Angebot in der Benno-Elkan-Allee und nördlich der Übelgönne ergänzen. Vor dem FZW wird der Gehweg auf ca. sieben Meter aufgeweitet, sodass eine Aufenthaltsfläche entsteht. Das Versorgungsunternehmen Donetz verlegt die Gas-, Wasser- und Stromleitungen neu oder legt sie um.
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