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Einer der Pioniere der veganen Küche in Dortmund hat eine neue Chefin

rnCafé Guttut im Kreuzviertel

Das Café Guttut im Kreuzviertel war vor 12 Jahren eines der ersten in Dortmund, das vegane Spezialitäten anbot. Seit Anfang des Jahres gehört es Ramona Dworschak.

von Nicole Giese

Kreuzviertel

, 19.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Den Traum von einem eigenen Café, den hatte Ramona Dworschak lange nicht. Mit ihren Jobs in Kreuzviertel-Institutionen wie Schönes Leben und Café Guttut finanzierte sich die Dortmunderin einen anderen Traum. „Ich wollte reisen.“ Mittelamerika, Asien, Australien, Europa. Über ein Jahr verbrachte sie der Liebe wegen in Neuseeland.

„Durch meinen Job hatte ich diese Freiheit“, sagt die 35-Jährige. Dass sie immer mal wieder mehrere Wochen unterwegs sein kann, war eine Bedingung, die sie bei der Einstellung selbstbewusst stellte.

Vorbesitzer will mehr Zeit für die Familie haben

Die Arbeit in der Gastronomie gefiel ihr aber noch aus einem anderen Grund: „Ich mag den Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen“, sagt Ramona Dworschak. „Das ist besser als ein schnöder Bürojob.“

Seit Anfang des Jahres ist alles anders. Ramona Dworschak ist nun selbst Café-Besitzerin. Die 35-Jährige hat das Guttut an der Lindemannstraße von Vorbesitzer Michael Kourmadias übernommen.

Einer der Pioniere der veganen Küche in Dortmund hat eine neue Chefin

Neue Ausstattung, gleiches Angebot: Im Café Guttut gibt es vegetarische und vegane Speisen und alles bio. © Nicole Giese

Der wollte nach über zwölf Jahren in der Gastronomie mehr Zeit für die Familie haben. „Ich habe diese Woche schon 55 Stunden gearbeitet und es ist erst Freitagmorgen“, sagt Ramona Dworschak lachend.

Zeit, erwachsen zu werden

Auch wenn sie nie von einem eigenen Café geträumt hat – als eine Kollegin ihr vorschlug, dass sie doch das Guttut übernehmen könnte, „hatte ich auf einmal ein wohliges Gefühl im Bauch“, sagt Ramona Dworschak, die auch im Kreuzviertel wohnt. „Da habe ich gedacht: Vielleicht ist es Zeit, erwachsen zu werden.“ Die Weihnachts-/Winterpause nutzte die 35-Jährige für eine Umgestaltung der Räume. Gemütlicher und weiblicher wollte sie das Guttut haben.

Dafür sorgen nun bunte Wände, antike Lampen an der Decke und den Wänden, Kissen in Blautönen und lange Holzbänke aus Fichte, die ihr Bruder gezimmert hat.

„Eigentlich wollte ein Freund von mir das übernehmen und hatte nur um ein paar Tipps gebeten“, sagt sie schmunzelnd. Am Ende stand sie mit ihrem Bruder, einem Tischler, fünf volle Tage in der Werkstatt.

Das gastronomische Konzept bleibt erst einmal bestehen. Speisen in bio, vegan, vegetarisch. Zwei Gerichte und eine Tagessuppe zur Mittagszeit. Dazu verschiedene Kuchen und Süßspeisen – schön arrangiert in einer Glasvitrine. Besonders gern isst Ramona Dworschak den Cashew-Dattel-Kuchen.

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