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Weiß und grau statt senfgelb: Spar- und Bauverein gestaltet Fassaden an der Paulinenstraße

rnFassadensanierung im Unionviertel

Die Neugestaltung der Fassaden auf der östlichen Sseite der Paulinenstraße findet nicht nur Freunde: Ein Mieter vermisst die „Farbigkeit beziehungsweise die optische Unterschiedlichkeit“.

Unionviertel

, 15.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Rolf Dombrowsky ist mit der Neugestaltung alles andere als zufrieden. Seit 2013 wohnt er an der Paulinenstraße 24 und betont: „Ich war bisher immer begeistert vom Spar- und Bauverein und habe positiv auf diesen aufmerksam gemacht.“ Nun aber äußert der Dortmunder Unverständnis: Warum habe man die Mieter nicht vorher informiert oder diesen nicht mögliche Alternativen präsentiert? „Zudem war an der Paulinen- und Adlerstraße gar kein neuer Anstrich erforderlich.“

Tatsächlich wurden die Häuser auf der östlichen Seite der Paulinenstraße - gemeinsam mit der westlichen Seite der Heinrichstraße - erst 2010 kernsaniert. Die Gebäude wurden gedämmt, Hausflure und -technik modernisiert, Sicherheitstüren eingebaut und Vorstellbalkone angebracht. Damals erhielten die Fassaden ihre auffälligen Gelbtöne. Auch diese Farbigkeit sei für Dombrowsky ein Grund gewesen, hierher zu ziehen.

Gelbtöne weichen der weißgrauen Neugestaltung

Im vergangenen Jahr erhielt schließlich auch die erste Hälfte der westlichen Seite der Paulinenstraße ihre Fassadenauffrischung - allerdings nicht abgestimmt auf die Häuser gegenüber, sondern in Grau und Weiß mit rötlichen Elementen. Und im Februar dieses Jahres begann der Spar-und Bauverein damit, die Ostseite der neuen Farbgebung anzupassen.

Grund für die Fassadensanierung sei ein umfassendes, von Fachplanern erstelltes Sanierungskonzept, dem zufolge sämtliche Bestandsimmobilien modernisiert werden sollen, so die Erklärung des Spar- und Bauvereins. „Dazu gehören auch die Arbeiten an den Fassaden der hier häufig aus der Gründerzeit stammenden Wohnhäuser“, so Florian Ebrecht, verantwortlicher Prokurist beim Spar- und Bauverein.

„Fassaden können Schäden aufweisen“

„Die Gebäude im Unionviertel sind häufig mehr als 100 Jahre alt“, so Ebrecht, „und auch im Falle einiger Jahre zurückliegender Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten können unter anderem Fassaden solche Schäden aufweisen, die behoben werden müssen.“

Nun ist die Farbgestaltung ja Geschmackssache. Was Rolf Dombrowsky nicht gefällt, werden andere Mieter bzw. Genossenschaftsmitglieder sehr schön finden. Zur Frage der Mitsprache sagt der Sprecher des Spar- und Bauvereins, Björn Malcharczyk, konkret: „Die Gebäude sind Eigentum der Genossenschaft, nicht Eigentum jedes einzelnen Genossen.“ Zur Kommunikation heißt es seitens der Genossenschaft, dass je nach Maßnahme und deren Dauer Infoveranstaltungen stattfinden. „Ferner stellen wir in Informationsschreiben diejenigen Maßnahmen vor, die Sparbau als Eigentümer der Gebäude plant – darunter fallen beispielsweise auch Fassadenerneuerungen.“

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