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Kleine Käfer werden bei Udo Bleidick zu Fabel-Wesen und Pflanzen zu echten Wunderwerken

rnFotoausstellung im Rombergpark

Es ist ein Blick in eine andere Welt. Die Makrofotografie, bei der kleine Dinge ganz groß werden. Im Rombergpark läuft ab Sonntag eine Ausstellung, die faszinierende Bilder verspricht.

Brünninghausen

, 15.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Ob der Prachtkäfer, den der Naturfotograf Udo Bleidick in super Nahaufnahme fotografiert hat, wirklich aus Tasmanien stammt, ist nicht gesichert. Aber, dass er nun bis zum 12. Mai in einer Foto-Ausstellung im Tasmanienhaus des Rombergparks zu sehen ist, das ist Fakt. Wie ein Fabelwesen schaut das im echten Leben nur 22 Millimeter große Insekt aus, das Bleidick von der Unterseite fotografiert hat. Das Ergebnis ist auf einer 68 x 80 Zentimeter großen Acrylplatte festgehalten. Die wird zusammen mit 16 weiteren Foto-Platten zu bewundern sein. Pflanzen, Insekten und Mineralien. Ganz nah herangeholt, wie mit einer Lupe.

„Um den Käfer so darstellen zu können, habe ich rund 300 Fotos gemacht“, sagt Udo Bleidick. In einer Art „Scheibenfotografie“, die dann am Computer zu einem Bild zusammengesetzt wird. Bei diesem kleinen Insekt funktioniert das aber auch nur deswegen, weil es nicht mehr am Leben war.

Nah- und Ultranahfotografie

Das hatte es schon seit langer Zeit ausgehaucht. Es stammt aus einer der vielen alten Insektensammlungen, die Udo Bleidick auf Flohmärkten ersteht. In seinem kleinen Fotoatelier werden dann mit Makro- oder Lupenobjektiv kleine Kunstwerke daraus. Nah- und Ultranahfotografie heißt das in der Fachsprache.

„Man sieht genau, welche Fotos im Atelier entstanden sind. Die mit dem schwarzen Hintergrund“, sagt der Fotograf, der schon seit 40 Jahren durch den Sucher blickt. Natur- und Landschaftsfotografie ist sein Ding. Und die hat er nahezu perfektioniert.

So werden sich die Besucher Aug in Aug mit einem Grünen Heupferd (einer Heuschrecke) wiederfinden oder eine Physalis bestaunen, die aussieht wie in einen goldenen Käfig gepackt. Ganz filigran legt sich die getrocknete Fruchthülle um die Frucht.

Kleine Käfer werden bei Udo Bleidick zu Fabel-Wesen und Pflanzen zu echten Wunderwerken

Eine Physalis in Nahaufnahme. © Udo Bleidick

Die Fotografie war nicht nur das Hobby von Bleidick. Neben seiner Zeit als Stadtarchivar in der Nachbarstadt Schwerte baute er sich mit einem Bekannten auch eine Firma auf. Reisefotografie, die nach Neuseeland und nach Australien führte. „Dort und in Mittelamerika habe ich bis 2010 meistens fotografiert. Jetzt in Europa - und eben auch im Kleinen.“

Auch im Kleinen gibt es faszinierende Landschaften

„Ich habe mit der Zeit auch festgestellt, dass es auch im Kleinen faszinierende Landschaften gibt“, sagt Bleidick. Klar, Australien und Neusseland seien atemberaubend. „Aber so etwas kann man auch im Kleinen finden. Bei den Pflanzen und bei den Insekten.“ Die Beine würden teilweise aussehen wie bei einer Ritterrüstung, wie mit Panzerplatten besetzt. Man brauche aber jede Menge Geduld.

Öffnungszeiten: Immer von Samstag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr und freitags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Eingang zum Tasmanienhaus erfolgt durch das Café Orchidee.

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