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In der Ringer-Familie Klaas haben die Männer alles im Griff

rnRinger-Tradition

Gerade sitzen die drei Jungs noch brav am Tisch. Aber sobald sie die Jeans mit dem Ringeranzug vertauscht haben, werden die drei Klaas-Brüder zu Kämpfern – aber nach strengen Ringer-Regeln.

Kemminghausen

, 10.02.2019 / Lesedauer: 4 min

Tim hat seinen roten Anzug aus dem Schrank gekramt, Nico den blauen – und der große Bruder Jonas den Trainingsanzug übergestreift: Trinkflasche nehmen und es kann losgehen, ab zum Training von ihrem Zuhause in Scharnhorst nach Eving.

Die drei Brüder der Familie Klaas sind erfolgreiche Ringer beim VfL Kemminghausen.

Die drei Jungs setzen damit eine große Familientradition fort

Die siebenjährigen Zwillinge Nico und Tim und der zehnjährige Jonas setzen damit eine Familientradition fort. Was Papa Sascha ein bisschen stolz macht. Auch, weil er als Trainer der drei seinen Teil dazu beiträgt.

Aber, bevor irgendjemand auf die Idee kommt, dass die drei Jungs das wegen der Tradition machen müssen: Es soll den Dreien vor allem Spaß machen. „Vielleicht spielen sie auch irgendwann Fußball, was die meisten der Freunde machen“, sagt Sascha Klaas. Dass die Drei Freude an „seinem“ Sport haben, sei natürlich schön, aber nicht das Wichtigste.

Sascha Klaas trainiert gemeinsam mit Bilen Yilderim, Alina Rehder und mit Unterstützung von Steffen Hoffmeyer die Schülermannschaft des VfL. Und die sind gerade immer vorne mit dabei.

Inzwischen hängen viele Medaillen in den Zimmern der Brüder

Es läuft gut. Auch seine Jungs haben inzwischen so einige Titel gesammelt in ihren noch jungen Karrieren. Nico ist gerade zum Beispiel Doppelwestfalenmeister geworden. Viele Medaillen haben aber alle drei zuhause liegen.

Der zehnjährige Jonas hat seine Urkunden inzwischen in einem großen Ordner abgeheftet. Zu jeder von ihnen weiß er eine Geschichte: Wo war der Kampf, wer der Gegner. Aufschreiben muss er das nicht, das hat er im Kopf.

Die eine oder andere ist eine besondere Medaille, eine „Kettensägenmedaille“ wie seine Brüder sagen. Es ist ihre Bezeichnung für die Medaillen mit dem besonders auffälligen, zackigen Rand.

Angesichts der Medaillensammlung muss der Papa das Training recht gut machen, oder? Die Jungs zögern kurz. Na ja, dass sie im Training immer auch laufen müssen, stößt beim Nachwuchs auf wenig Gegenliebe.

Jonas versteht inzwischen, warum es sein muss, und regt sich eher darüber auf, dass manchmal der eine oder andere nicht so mitzieht, wie er sich das vorstellt.

Trainieren in beiden Stilrichtungen des Ringens

„Jonas ist inzwischen schon ein Vorbild“ für die Jüngeren“, lobt Sascha Klaas seinen Ältesten. Schon mit knapp vier Jahren hat sein Sohn mit dem Ringen angefangen.

Inzwischen hat sich der Zehnjährige, der im Sommer auf eine weiterführende Schule wechselt, auch ein bisschen spezialisiert, auf den griechisch-römischen Stil. „Da darf man nicht an die Beine packen“, erklärt er den Unterschied zum freien Ringerstil. Erst aber einmal wird grundsätzlich in beiden Stilrichtungen trainiert.

Besonders in den Wettkämpfen unter den kritischen Augen der Trainer, die natürlich alles aufmerksam verfolgen. Manchmal müssen sie dann an die erlernten Grifftechniken erinnern, die schon mal im Eifer des Gefechts untergehen, dann wenn es um Sieg oder Niederlage geht.

Papa Sascha hat auch immer eine Kamera mit. Das ermöglicht nach dem Kampf nicht nur eine genaue Analyse, sondern auch Mutter Sandra, die Kämpfe ihrer Jungs zu sehen.

In der Ringer-Familie Klaas haben die Männer alles im Griff

Die beiden Brüder auf der Matte bei einem offiziellen Wettkampf. © Familie Klaas

Denn nicht immer ist sie mit dabei. Die Wege zu den Turnieren sind oft weit. Das frisst Zeit und schließlich gibt es auch noch Dinge abseits des Sports zu tun.

Jonas, Tim und Nico setzen bei den Klaas‘ eine große Familientradition fort. Onkel und Vater Sascha Klaas‘ waren erfolgreiche Ringer, waren in den 1970er Jahren Deutscher Meister. Ihr Vereine damals: der SuS Derne und Jahn Marten.

Kämpfe bei den Deutschen Meisteschaften und bei der WM

Sascha Klaas hat das Ringen auch schon als Kind beim VfL Kemminghausen gelernt. Er war äußerst erfolgreich: Er war zweifacher Deutscher Meister im Schüler- und Juniorenbereich, hat in Ober- und Bundesliga gekämpft, gehörte dem Bundeskader an und fuhr sogar mit zur Weltmeisterschaft im Iran.

Ob das bei den drei Jungs auch irgendwann so im Lebenslauf steht, weiß niemand. Fest steht aber schon jetzt: Spaß macht es ihnen auf jeden Fall, und Ehrgeiz haben sie auch. Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere auf der Matte.

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