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Lichterweihnachtsmarkt wird es auch die nächsten Jahre im Fredenbaumpark geben

rnMittelalterliches Phantasie Spectaculum

Dortmunds Mittelalter-Szene verliert mit dem MPS im Fredenbaumpark ein langjährig beliebtes Event. Für das andere große Ereignis, den Lichterweihnachtsmarkt, gibt es aber gute Nachrichten.

Dortmund

, 15.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Trauerstimmung in Dortmunds Mittelalterszene: 23 Jahre lang war das Mittelalterliche Phantasie Spectaculum (MPS) im Fredenbaumpark zu Hause. Vom 27.4. bis zum 1.5. verwandelt sich der Park ein letztes Mal in eine mittelalterliche Phantasiewelt – dann ist für diese Veranstaltung in Dortmund für immer Schluss. Doch das Mittelalter verschwindet nicht komplett aus Dortmund.

Die Veranstalter des MPS haben die einen Dreijahresvertrag mit der Stadt für den mittelalterlichen Lichterweihnachtsmarkt unterschrieben. Die Veranstaltung, die seit 2015 zur Adventszeit im Fredenbaumpark beheimatet ist, bleibt Dortmund also auch in den kommenden Jahren erhalten.

„Wir freuen uns, langfristig planen zu können"

„Daran haben wir aber auch nicht gezweifelt", sagt Wolfgang Fuck vom MPS. „Als wir die Mitteilung erhielten, dass die Stadt uns nicht mehr die Genehmigung für das MPS im Frühjahr erteilen wird, hat sie uns mitgeteilt, dass der Lichterweihnachtsmarkt davon nicht betroffen sei."

Die Stadt bestätigt die Vertragsunterzeichnung: „Die Verträge für die Nutzung von Flächen des Fredenbaumparks für den Weihnachtsmarkt sind beidseitig abgeschlossen. Die Stadt Dortmund freut sich, diese Veranstaltung auch in den nächsten drei Jahren im Fredenbaumpark zu haben“, teilt Heiko Just, Leiter des Stadtgrünmanagements auf Anfrage mit. Der mittelalterliche Lichterweihnachtsmarkt sei eine Bereicherung für Stadt und Region.

260.000 Gäste im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hätten an 24 Veranstaltungstagen etwa 260.000 Gäste den Weihnachtsmarkt besucht, sagt Fuck. Die Stadt hat nun seine Genehmigung für die Jahre 2019, 2020 und 2021 erteilt. „Wir freuen uns darüber, langfristig planen zu können. Denn wir müssen jetzt schon langsam damit beginnen die Künstler für 2020 zu buchen", sagt Fuck.

Das Mittelalterliche Phantasie Spectaculum wird in diesem Jahr aber definitiv das letzte Mal stattfinden. Eine Rolle dabei spielt auch der Lichterweihnachtsmarkt. Stadtsprecher Maximilian Löchter sagte im Februar auf Anfrage dieser Redaktion: „Der Fredenbaumpark ist aufgrund der Anzahl und der Taktung von Veranstaltungen insgesamt sehr beansprucht. Der Verzicht auf das Mittelalterliche Phantasie Spectaculum ist unter anderem der zu kurzen Regenerationszeit nach dem Lichter-Weihnachtsmarkt geschuldet.“

Späterer Zeitpunkt ist nicht möglich

Die Veranstalter hätten in Dortmund gerne mit beidem weitergemacht, die Stadt wird das Festival im Frühjahr aber nicht mehr genehmigen. Grund dafür ist, dass sie „bei der Art der Veranstaltung, der Größe, des Durchführungszeitraumes und der Taktung aller Veranstaltungen ein höheres Augenmaß auf die Erholung des Parks“ legen wolle.

„Das muss man so hinnehmen", sagt Fuck. Die Veranstalter hätten auch geprüft, ob das MPS zu einem späteren Zeitpunkt im Fredenbaumpark stattfinden könne, aber das sei in diesem und nächsten Jahr nicht möglich. Ihn selbst lässt das Ende der Veranstaltung auch nicht ganz kalt: „Seit 2013 mache ich die Medienarbeit für das MPS, davor war ich zehn Jahre lang selbst als Gast in Dortmund, deshalb bin ich auch persönlich traurig. Der Park ist wunderschön."

Kein geeignetes Gelände in Nordrhein-Westfalen

Auch in der Szene sei man sehr traurig, dass Dortmund wegfalle. Der Standort sei auch wegen seiner Erreichbarkeit super beliebt gewesen, sagt Fuck. „Das MPS fällt ja im nächsten Jahr nicht nur für die Dortmunder aus, sondern für das ganze Ruhrgebiet und Münsterland, aus dem immer viele Gäste gekommen sind."

Einen neuen Anlaufpunkt wird es für sie in Nordrhein-Westfalen nicht geben. Das Dortmunder MPS wird ersatzlos gestrichen. „In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es kein geeignetes Gelände", sagt Fuck. Da in diesem Jahr auch das MPS in Telgte zum letzten Mal stattfindet, wird Köln im nächsten Jahr der einzige Veranstaltungsort in NRW sein.

Für das allerletzte MPS im Fredenbaumpark sind noch bis Samstag Tickets im Vorverkauf mit einem Preisvorteil bei Mehrtageskarten von 15 Euro erhältlich.

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