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So hat U-Turm-Chef Edwin Jacobs „Their Mortal Remains“ nach Dortmund geholt

rnPink-Floyd-Ausstellung

Dortmund in einer Reihe mit London, Rom und New York. Dafür, dass die Pink-Floyd-Ausstellung ins U kommt, musste Edwin Jacobs kämpfen. Er hatte allerdings auch eine persönliche Motivation.

Dortmund

, 10.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Nachricht, dass die Pink-Floyd-Ausstellung „Their Mortal Remains“ nach Dortmund in den U-Turm kommt, war 2017 eine erstaunliche Nachricht – vermutlich ähnlich überraschend wie jene, die Dortmund 1981 als Tour-Station der Band verkündete.

Der Ausstellungs-Coup war ein idealer Einstieg für Edwin Jacobs, der zum Jahresbeginn 2017 die Leitung des U-Turms übernommen hatte.

Doch es war nicht nur das Verhandlungsgeschick des Niederländers, das diese Ausstellung hergeholt hat. Die Bandgeschichte hat dem U-Turm-Chef dabei in die Hände gespielt.

Jacobs erzählt es so: Der wichtigste Entscheider in der Frage der Ausstellungsstationen ist Aubrey Powell. Der ist Mitgründer der britischen Grafikdesignagentur „Hipgnosis“, die Plattencover für Rock- und Popbands entwarf: zum Beispiel Genesis, Led Zeppelin und eben Pink Floyd. Powell begleitet die Band seitdem, jetzt ist er der künstlerische Leiter der Ausstellung.

Live waren sie ja auch hier

Jacobs informierte Powell über den Wunsch, die Schau in Dortmund zu zeigen. Nach der „The Wall“-Konzertreihe in Dortmund 1981, die hier so viele Fans erreicht hat, sei es doch mehr als passend, wenn die Schau herkäme, argumentierte Jacobs. Das zog.

„Er kam im Mai 2017“, sagt Jacobs und lächelt. „Das war sehr lustig: Er flog direkt von Rom hierher. Einen größeren Kontrast kann man sich ja kaum vorstellen. Er kam direkt vom Flughafen zum U. Er hat sich ein bisschen umgeschaut und war skeptisch. Dann ging er hinein ins U.“ Als Powell dort im Foyer stand und durch die Vertikale des Treppenhauses nach oben schaute, habe er gesagt: „Now we‘re talking!“, auf Deutsch etwa „Ok, jetzt bin ich interessiert!“

Es passte einfach alles

Jacobs habe ihm dann noch mal die Fakten erläutert, die Konzerte 1981, außerdem die Gemeinsamkeiten mit der Sammlung des Museum Ostwall im U: Einiges in der Pink-Floyd-Ausstellung stammt aus den 60er- und 70er-Jahren. Das passt hervorragend zu Werken von Künstlern wie Joseph Beuys, Wolfgang Vostell, den Fluxus- und Performance-Bewegungen aus derselben Zeit. „So etwas“, sagt Jacobs, „muss man selbstbewusst einsetzen.“ Dann hat Powell gesagt: „Ok, das ist eine richtig scharfe Geschichte.“

Aubrey Powell, sagt Jacobs, sei kein kühl rechnender Geschäftsmann, zumindest nicht nur, sondern ihm liege die Pink-Floyd-Geschichte am Herzen, schließlich ist er Teil dieser Geschichte.

Mit seinem Architektenteam, das die Pink-Floyd-Schau im Londoner V&A Museum entworfen und gebaut hat, sei Powell eine Woche danach wiedergekommen, um die ersten Skizzen anzufertigen. Damit war die Sache entschieden.

Die Pink-Floyd-Ausstellung „Their Mortal Remains“ eröffnet am 15. September im U. Karten gibt es auf eventim.de und ab Ausstellungseröffnung auch in einem extra aufgestellten Shop vor dem U.
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