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Sonnensegel-Sanierung lässt auf sich warten

rnDenkmal im Westfalenpark

Die Wiedereröffnung des Sonnensegels im Westfalenpark lässt ein Jahr länger als geplant auf sich warten. Die Sanierung des Denkmals verschiebt sich auf das Jahr 2019.

Dortmund

, 28.06.2018 / Lesedauer: 3 min

Seit mehr als sechs Jahren ist das Sonnensegel im Herzen des Westfalenparks gesperrt. Die Holzkonstruktion ist marode, die Statik unsicher. Lang Zeit schien sogar ein Abriss der Holzkonstruktion unausweichlich. Doch die Denkmalschützer gaben den Kampf um den Erhalt nicht auf und bekamen Unterstützung von der Wüstenrot-Stiftung. Sie finanzierte eine Machbarkeitsstudie, nach der das Sonnensegel doch saniert und damit gerettet werden kann.

Helfen sollen unter anderem Karbon-Faser-Lamellen, die marode Holzteile auf der Dachschale ersetzen, und ein speziell mit Essig behandeltes Holz für die Stützen des Sonnensegels. Doch deren Einsatz ist komplizierter als zunächst gedacht. Es braucht spezielle Zulassungen und Genehmigungsverfahren, erklärt Michael Holtkötter, Denkmalpfleger bei der Stadt Dortmund. Für den eigentlich vorgesehenen Baustart im Mai oder Juni dieses Jahres wurde die Zeit deshalb zu knapp.

Zulassungen und Genehmigungen brauchen Zeit

Nun sollen im Herbst vorbereitende Arbeiten starten, die eigentliche Sanierung im Frühjahr nächsten Jahres folgen. Für die Sanierung ist man auf die warme Jahreszeit angewiesen, erklärt Holtkötter. Deshalb verschieben sich die Arbeiten gleich um ein ganzes Jahr.

Im Herbst 2019 soll das Sonnensegel dann saniert sein – rechtzeitig zum „50. Geburtstag“. Denn die eigentümliche Konstruktion war im Auftrag der Holzindustrie als Informationspavillon für die Gartenschau Euroflor 1969 im Westfalenpark nach Plänen des bekannten Architekten Günter Behnisch (Olympiapark München) gebaut worden.

Stiftungsgeld hilft bei der Sanierung

Später wurde das Sonnensegel dann lange Zeit als Schauplatz für Theater- und Musikveranstaltungen im Westfalenpark genutzt. „Für die Dortmunder ist es deshalb mit vielen Emotionen verbunden“, stellte Michael Holtkötter am Donnerstag bei einem Ortstermin mit Gästen des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz fest.

Im September 2017 beschloss der Rat deshalb die Sanierung des Denkmals auf Grundlage der Machbarkeitsstudie. Stadt und Wüstenrot-Stiftung teilen sich die Sanierungskosten von rund 1,75 Millionen Euro. Genutzt werden soll das Sonnensegel künftig als Spiellandschaft für Kinder und Jugendliche, aber – so der ausdrückliche Wunsch der Politik – weiterhin auch als Ort für Veranstaltungen.

Im Herbst 2013 wurde das Sonnensegel zunächst vorläufig unter Denkmalschutz gestellt. Seit dem 6. April 2018 ist es jetzt auch formell in die Denkmalliste eingetragen und damit ganz offiziell ein Baudenkmal.
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