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Sorge um Arbeitsplätze bei Dortmunds Kaufhaus-Belegschaften

rnKarstadt und Kaufhof

Die Nachricht, dass nach Zustimmung der Banken der Weg zur Fusion von Karstadt und Kaufhof frei ist, kam am Donnerstag nicht überraschend. Dennoch sorgte sie in Dortmund für Sprachlosigkeit.

Dortmund

, 07.09.2018 / Lesedauer: 2 min

Die vorangegangenen Verkaufsgespräche zwischen den Vorständen und Banken hatten bei den fast 98 Kaufhof-Beschäftigten am Westenhellweg „immer wieder für Unruhe gesorgt“, berichtete Kaufhof-Betriebsrätin Martina Regens am Donnerstagnachmittag – 30 Minuten nachdem sie erste Informationen über die Fusion von Galeria Kaufhof und Karstadt aus dem Internet erreicht hatten. 5000 der knapp 20.000 Arbeitsplätze bei Kaufhof seien gefährdet, hieß es in Medienberichten. Den verbleibenden Mitarbeitern drohten Gehaltseinbußen.

„Ich habe gerade erst davon erfahren. Aber wie wir damit umgehen, kann hier niemand sagen. Alles ist noch frisch – und nicht jeder weiß bereits davon“, sagte die Betriebsrätin. Die Belegschaft müsse nun intern informiert werden. „Dann sehen wir weiter.“

Ähnlich verhielt es sich bei Karstadt. Der Betriebsrat wusste am Nachmittag noch von nichts. Man könne gar nichts sagen, hieß es.

Ratlosigkeit beim Personal

Auch aus Sicht der Dortmunder Belegschaften ist zu befürchten, dass – wie oft bei solchen Fusionen – bei den Personalkosten und Mitarbeitern gespart wird. Oder dass Arbeitsplätze ganz wegfallen könnten.

Karstadt beschäftigt in Dortmund rund 300 Menschen. Sie haben seit 2004 einen Sanierungstarifvertrag nach dem anderen hinnehmen müssen und seitdem immer wieder Angst um ihren Arbeitsplatz gehabt. Auch gestern herrschte unter dem Verkaufspersonal Ratlosigkeit, als sich die neuesten Nachrichten herumgesprochen hatten. Man müsse abwarten, hieß es achselzuckend.

Während eine Verkäuferin bei Galeria Kaufhof sich am späten Nachmittag sehr besorgt über die jüngste Entwicklung zeigte, war sich eine andere sicher, dass die Dortmunder Filiale und ihr Arbeitsplatz bestehen bleiben.

Kaufhof-Zentrale wollte „Spekulationen“ nicht kommentieren

Die Dortmunder Geschäftsführer der beiden Kaufhäuser wollten sich zum Thema nicht äußern – jeweils verbunden mit dem Verweis auf die Zentrale.

Aus der Kölner Kaufhof-Zentrale hieß es nur knapp, man kommentiere „mediale Spekulationen vor dem Hintergrund der laufenden Gespräche zu einer möglichen Fusion grundsätzlich nicht“. Die Karstadt-Zentrale in Essen reagierte erst gar nicht auf eine Anfrage.

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