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Staatsanwaltschaft: 42-Jähriger und der Geschädigte waren früher gute Freunde

rnSchießerei in Westerfilde

Einen Tag, nachdem ein 42-jähriger Dortmunder sich wegen einer Schießerei in Westerfilde der Polizei gestellt hat, gibt die Staatsanwaltschaft neue Einblicke in die Tat vom Sonntag.

Dortmund

, 16.03.2019 / Lesedauer: 2 min

Wer hat wen zuerst angegriffen? Mit dieser Frage muss sich momentan die Staatsanwaltschaft Dortmund nach der Schießerei am Sonntagmorgen in Westerfilde rumschlagen. Während eines Streits an der Speckestraße soll ein 42-Jähriger einen 40-jährigen Dortmunder angeschossen haben. Der ältere der beiden war daraufhin vier Tage flüchtig, bis er sich am Donnerstag der Polizei stellt.

Einen Tag später, am Freitag (15. 3.), gab die Staatsanwaltschaft auf Anfrage neue Einblicke in ihre Ermittlungen. Demnach sollen der Beschuldigte und der Geschädigte einander keine Unbekannten sein. Vielmehr sollen die beiden früher gute Freunde gewesen sein, bis sich die beiden Männer zerstritten. Der 42-Jährige sei auch rechtlich gegen den 40-jährigen Dortmunder vorgegangen, um ihn von sich fernzuhalten.

Messer befand sich in der Hand des 40-Jährigen

Dennoch trafen die beiden Männer am Sonntag aufeinander. Wieder soll es zum Streit gekommen sein. Beide Männer sagen aus, dass der 40-jährige Geschädigte zuerst eine Waffe gezogen haben soll, in diesem Fall ein Messer. Um sich zu wehren, zog der 42-Jährige daraufhin seine Waffe.

Laut Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel soll der Beschuldigte zuerst auf den Boden und in die Luft geschossen haben, bevor er auf die Beine des 40-jährigen Dortmunders gezielt habe. Unterschiedlich sind aber die Aussagen darüber, ob das Messer des jüngeren Mannes ausgeklappt oder eingesteckt war. „Es befand sich aber in der Hand des Geschädigten“, sagt der Staatsanwalt.

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Nach seiner Aussage konnte der 42-Jährige am Donnerstag das Präsidium wieder verlassen. Die Ermittlungen gehen nämlich in Richtung Notwehr. „Nach dem derzeitigen Tatbestand wäre es nicht gerechtfertigt, den Beschuldigten zu inhaftieren“, erklärt Schulte-Göbel.

Dies habe bei der Familie des Geschädigten für Aufregung gesorgt. Aber der Staatsanwalt sagt deutlich: „Jemanden zu inhaftieren ist ein Eingriff in die Freiheitsrechte eines Menschen. Dafür müssen die Tatgründe schon sehr stark sein, damit das gerechtfertigt ist.“

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