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Titanenwurz David hat sich geschlossen

rnTitanenwurz-Blüte

Am Freitag war er die Attraktion der Stadt: Titanenwurz David. Nun ist die Blüte dicht. Noch Samstagnachmittag schauten sich Dutzende David an. Immer mittendrin: Barbara Berndt-Schwarzhoff.

Brünninghausen

, 18.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Blüte - weg. Der Gestank - weg. Die Titanenwurz - noch da. Und damit auch Barbara Berndt-Schwarzhoff. Die nach eigenen Worten „Über-81-Jährige“ ist in den vergangenen Tagen der Titanenwurz und ihrer sensationellen Blütenpracht kaum von der Seite gewichen, solange die Pflanzenschauhäuser im Rombergpark geöffnet waren.

Eine Schlange bis zum Zoo-Eingang

Und sie sind lange geöffnet gewesen in diesen Tagen. In der Nacht von Freitag auf Samstag bis 3 Uhr morgens. Am Samstag selbst bis 20 Uhr. Und es hat sich gelohnt. „2000 Besucher insgesamt“, heißt es an der Kasse bis zum Samstagnachmittag. Und wenn man Barbara Berndt-Schwarzhoff zuhört, müssten es eigentlich noch ein paar mehr gewesen sein. „Um 2 Uhr morgens ging die Schlange bis runter zum Zoo-Eingang“, erzählt sie. „Drei, vier Menschen nebeneinander.“

Ganze Familien seien mit ihren Kindern gekommen, um die schöne, stinkende Blüte zu sehen. Aachener, Kölner, Leute aus Kirchheim/Teck südlich von Stuttgart, die auf dem Weg ans Zwischenahner Meer bei Oldenburg einen spontanen Umweg eingelegt hätten, als sie von der Wurz-Blüte hörten.

Besucher können viel lernen

Barbara Berndt-Schwarzhoff ist von morgens bis nachts mittendrin gewesen - „nur zwischendurch mal ganz kurz zu Hause“. Am Samstag ist sie kurz vor Mittag gekommen und möchte wieder bis zur Schließung bleiben. Und es lohnt sich, für sie und für die Besucher, denen sie alles rund um die Titanenwurz und alle anderen Pflanzen im Pflanzenschauhaus erklärt.

Barbara Berndt-Schwarzhoff ist Mitglied bei den „Freunden und Förderern des Botanischen Gartens Rombergpark“. Und sie ist Ärztin, was am Freitagabend bei Hunderten Menschen im Pflanzenschauhaus bei rund 40 Grad Hitze sicher nicht geschadet hat. Aber niemandem sei etwas passiert, berichtet Barbara Berndt-Schwarzhoff.

Einige fragen: Lohnt es sich noch?

Am Samstagnachmittag kommen immer noch Dutzende Besucher ins Schauhaus, obwohl die Blütenpracht schon seit dem Morgen weitgehend passé ist. Einige fragen: „Lohnt es sich noch?“, berichtet der Mann an der Kasse. „Ich sage dann: Kann ich nicht sagen.“ Schließlich gibt es hier in den Pflanzenschauhäusern noch jede Menge anderer interessanter Pflanzen. Und die Titanenwurz selbst sieht auch immer noch beeindruckend aus, wenn auch nicht mehr so schön wie am Vortag.

Titanenwurz David hat sich geschlossen

Barbara Berndt-Schwarzhoff zeigt, was von der Blüte übrig geblieben ist und wie sich die Farben in unterschiedlicher Intensität verändern. © Matthias Langrock

Enttäuscht sind die Besucher offenbar trotzdem nicht. „Ist ein Erlebnis“, finden junge Familieneltern, und Barbara Berndt-Schwarzhoff erzählt, ihr gegenüber hätten sich manche Pflanzentouristen sogar positiv geäußert, weil es nicht so voll gewesen sei wie am Vortag. Zu sehen gibt es nach wie vor genug und seien es nur die unterschiedlichen Rottöne, die die eingeklappten Blütenblätter noch erkennen lassen.

Titanenwurz blüht wieder - in ein paar Jahren

Eine Besucherin möchte wissen, ob die Titanenwurz noch einmal blühen werde. „Ja“, setzt Barbara Berndt-Schwarzhoff an. Muss aber dann hinzufügen, dass es ein paar Jahre dauern wird. Vielleicht, darauf können die Dortmunder hoffen, geht es bei Turbo-David schneller als gewöhnlich. Denn bis zur ersten Blüte sind nur drei Jahre vergangen. Während es sonst auch mal sechs bis sieben sein können.

Titanenwurz-Blüte lockt Tausende in den Rombergpark

Lange Schlangen auf dem Weg zum Titanenwurz

Die Pflanzenschauhäuser im Rombergpark sind ab Sonntag wieder normal geöffnet: samstags, sonn- und feiertags von 10-18 Uhr. An anderen Tagen können Besucher über das Café Orchidee in die Schauhäuser gehen: montags bis donnerstags ebenfalls von 10 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 14 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro für alle ab 6.
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