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Zwangsarbeiter-Mahnmal soll auf die Kulturinsel im Phoenix-See

rnErinnerungskultur

Die Gedenkstätte für Zwangsarbeiter am Phoenix-See soll nun auf der Kulturinsel des Sees gebaut werden. Doch auch um diesen Standort bahnt sich politischer Streit an.

Hörde

, 07.02.2019 / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte das Mahnmal, das an ein früheres Lager für Zwangsarbeiter und Gestapo-Häftlinge auf dem alten Phoenix-Werksgelände erinnern soll, längst stehen. Den Grundsatzbeschluss für den Bau und einen Entwurf der FH-Absolventin Pia Emde fasste der Rat schon im Mai 2014. Doch um den ausgeguckten Standort am Südufer des Phoenix-Sees gab es immer wieder Diskussionen, nicht zuletzt, nachdem sich Anwohner des inzwischen besiedelten Ufers über die Standortwahl beschwerten.

Ein beleuchtetes Zwangsarbeiter-Mahnmal direkt vor einem Kinderzimmer-Fenster sei nicht zumutbar, hieß es im April vergangenen Jahres bei einer Diskussion in der Bezirksvertretung Hörde. Und auch gegen andere Standorte am Südufer gab es Bedenken.

„Kulturinsel ist repräsentativer als der vorherige Standort“

Jetzt hat die Verwaltung der Politik einen neuen Standort-Vorschlag gemacht: Die Gedenkstätte soll nun in diesem Jahr an der Südseite der Kulturinsel im Phoenix-See entstehen. „Die Kulturinsel ist repräsentativer als der vorherige Standort und die Gedenkstätte kann sowohl auf der Kulturinsel selbst, als auch von den verschiedenen Uferseiten des Sees sehr gut eingesehen werden“, begründet Stadtarchiv-Direktor Dr. Stefan Mühlhofer in der Vorlage der Verwaltung den aktuellen Vorschlag.

Zwangsarbeiter-Mahnmal soll auf die Kulturinsel im Phoenix-See

So soll das begehbare Zwangsarbeiter-Mahnmal am Phoenix-See aussehen. © Pia Emde

Er soll am 12. Februar in der Bezirksvertretung Hörde beraten und am 21. Februar vom Rat der Stadt beschlossen werden. Die Stimmen der Grünen wird es dafür wohl nicht geben. Sie legten schon zur Sitzung des Kulturauschusses am Dienstag einen Antrag vor, mit dem sie den Alternativstandort auf der Kulturinsel ablehnen. Sie halten an dem alten Standort am Südufer, nahe der Hermannstraße fest. Dort, am Emschertor als Zugang zum früheren Werksgelände, habe der Leidensweg der Zwangsarbeiter begonnen, heißt es zur Erklärung.

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