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Zweite Kita für das Neubaugebiet Brechtener Heide sorgt bei der Planung für Unmut

rnAusbau von Kindertagesstätten

In der Brechtener Heide wird es eine zweite Kita geben. Der Rat entscheidet im März. Aber auch die Bezirksvertretung hat einen Beschluss gefasst – und der passt nicht zur Vorentscheidung.

Brechten

, 07.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Stadtteil Brechten wächst. Das riesige Neubaugebiet Brechtener Heide mit seinen insgesamt drei Bauabschnitten bringt schubweise neue Einwohner in Dortmunds nördlichen Stadtteil an der Stadtgrenze zu Lünen. Grob geschätzt wird Brechten, wenn die Brechtener Heide komplett bebaut ist, rund 1000 Neubürger haben. Derzeit hat der Stadtteil rund 9900 Einwohner. Mit dem Zuzug steigt auch der Bedarf an Kita-Plätzen.

Jetzt hat sich der Verwaltungsvorstand der Stadt mit dem Thema beschäftigt. Das Ergebnis: „Im Rahmen der Wohnbauentwicklung in der Brechtener Heide wird durch die Stadt Dortmund der Ausbau der Kindertagesstätten weiter forciert“, heißt es in einer Erklärung der Stadt. Es soll eine zweite Kita in der Brechtener Heide geben. Bisher gibt es eine evangelische Kindertageseinrichtung an der Wittichstraße.

Die Stadt ist nun auf der Suche nach einem Investor

Der Beschluss sollte eigentlich bei den Bezirksvertretern in Eving große Freude auslösen, denn schon lange sehnt man Fortschritt herbei. Allerdings sorgte die entsprechende Verwaltungsvorlage am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertreter für Ärger. Die Gründe sind: die Wahl des Trägers Caritas und eine fehlende Kommunikation.

Bezirksbürgermeister Oliver Stens: „Bei einem Ortstermin mit der Verwaltung haben sich die Bezirksvertreter seinerzeit für Fabido als Träger ausgesprochen.“ Auch, weil zuvor eine städtische Kita habe geschlossen werden müssen. „Aber dann“, sagt Stens, „haben wir rein gar nichts mehr gehört“. Aber jetzt, mit eben jener Verwaltungsvorlage, in der nun „Caritas“ steht und nicht Fabido.

Die SPD legte daraufhin einen Antrag vor. Darin heißt es: „Wir fordern die Verwaltung auf, für die geplante Kita in der Brechtener Heide sofort einen Trägerwechsel zu Fabido zu veranlassen, um Brechtener Eltern die Möglichkeit einzuräumen, ihre Kinder in einer städtischen, weltanschauungsneutralen Kita unterzubringen.“

Diese Sorge veranlasste die CDU zunächst dazu, den Antrag abzulehnen. CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Frommeyer: „Wir werden den Antrag nicht unterstützen. Nicht, weil wir Fabido nicht wollen, sondern weil wir darauf warten, dass gebaut wird und wir mit dem Antrag alles wieder auf Anfang stellen.“

Nach einer Beratungspause dann die Entscheidung der CDU: Man werde zustimmen, mit einer Ergänzung des Antrags: „Es darf dadurch zu keiner Verzögerung bei Fertigstellung und Eröffnung kommen.“ Dann ging alles schnell, der Beschluss fiel einstimmig.

Die neue Tagesstätte soll sechs Gruppen haben

Ausgeguckt für die neue Kita hat die Liegenschaftsverwaltung ein 2587 Quadratmeter großes Grundstück im Bereich der Selma-Lagerlöf-Straße. Das soll nun, so teilt es die Stadt mit, „im Rahmen des sogenannten Investorenmodells zur Veräußerung ausgeschrieben werden, um es mit einer Tageseinrichtung für Kinder bebauen zu lassen.“ Heißt im Klartext: Es wird ein Investor gesucht. Den Betreiber der Kita wird die Stadt vorgeben – in diesem Fall ist das also möglicherweise die Caritas.

Die neue Kita soll sechs Gruppen bekommen, mit 30 U-Drei-Plätzen und 75 Plätzen für über Dreijährige.

Der Rat fällt voraussichtlich im März eine Entscheidung

Nach der Entscheidung des Verwaltungsvorstands wird sich der Rat in seiner Sitzung am 28. März (Donnerstag) mit dem Thema beschäftigen und den dafür nötigen Beschluss fassen. Er wird sich dann auch mit dem Beschluss der Bezirksvertreter auseinandersetzen müssen. Zu der Entscheidung für die Caritas erklärte die Stadt auf Anfrage, Fabido sei auf dem Ortstermin lediglich als Option besprochen worden. Das Jugendamt habe sich dann für die Caritas entschieden. Die Kita soll voraussichtlich 2021 ihren Betrieb aufnehmen. So steht es in der Verwaltungsvorlage mit dem Titel „Angebotsstrukturen der Dortmunder Tageseinrichtungen für Kinder“.

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