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Grippewelle erreicht die Halterner Schulen

Unterrichtsausfall

Der Winter hat uns fest im Griff. Die anhaltende trockene Kälte sorgt aber nicht nur für kalte Füße und Hände, sondern bringt leider auch verstärkt Krankheitsausfälle durch Erkältungen und Grippe mit sich. Betroffen davon sind natürlich nicht nur Unternehmen, sondern auch die Schulen in Haltern.

HALTERN

, 23.01.2017 / Lesedauer: 3 min
Grippewelle erreicht die Halterner Schulen

An den Halterner Schulen sind nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer erkrankt.

Am schlimmsten zu kämpfen mit Lehrerausfall hat aktuell die Alexander-Lebenstein-Realschule. Das hat eine Umfrage unserer Redaktion bei den ansässigen Schulen ergeben. „Wir durchleben gerade eine angespannte Situation“, erklärt Schulleiter Frank Cremer. Deutlich über zehn Prozent der insgesamt 70 Lehrer fielen aktuell krankheitsbedingt aus. Das führe zwangsläufig auch zu Unterrichtsausfall.

„In den meisten Fällen können wir aber noch einen Vertretungsunterricht anbieten, nur einzelne Randstunden fallen aus.“ Das gelte allerdings nicht für die fünften und sechsten Klassen, deren Unterricht in jedem Fall vertreten werde. Dafür habe man ein entsprechendes Vertretungskonzept erarbeitet. „Wir achten darauf, dass möglichst fachbezogen vertreten wird“, erklärt Cremer. Das sei allerdings nicht immer zu gewährleisten. Daher würden die Fachlehrer im Krankheitsfall Aufgaben bereitstellen, die die Schüler dann in Eigenregie bearbeiten können. „Inzwischen stoßen wir aber an unsere Grenzen“, betont Cremer.

Deutlich entspannter ist die Situation am benachbarten Joseph-König-Gymnasium. Dort fehlten aktuell nur etwa sieben Prozent der 106 Lehrkräfte, wie Schulleiter Ulrich Wessel, versichert. Eine Quote, mit der man an der Schule gut zurechtkäme. Will heißen, zu Unterrichtsausfall ist es bislang nicht gekommen.

Sie sei derzeit die einzige Kranke an ihrer Schule, erklärt eine ziemlich verschnupfte Dagmar Perret, Leiterin der Joseph-Hennewig-Hauptschule, beim Telefongespräch. Daher sei es dort auch noch zu keinem krankheitsbedingten Unterrichtsausfall gekommen. „Wir hatten zuletzt allerdings Probleme, die Naturwissenschaften adäquat zu bedienen, da die Stelle zuletzt nicht besetzt war“, sagt sie. Allerdings hat sich dieses Problem zum 1. Februar auch erledigt, denn dann kommt ein neuer Physik- und Chemielehrer an die Schule.

Wie die Lage an den Grundschulen insgesamt sei, konnte deren Sprecherin Veronika Beher nicht sagen, an ihrer Silverbergschule fehlten aber derzeit drei von zwölf Lehrkräften. „Natürlich können wir aber keins der Kinder nach Hause schicken, sondern müssen sie beaufsichtigen.“

Daher würden sie nötigenfalls auf die anderen Klassen verteilt oder würden Aufgaben bekommen, die sie alleine bearbeiten. Das größte Problem sei aber, dass es im Kreis zwar einen Vertretungs-Pool gebe, aus dem man theoretisch Vertretungslehrer anfordern könne. „Da diese Lehrer aber zumeist für Langzeiterkrankte benötigt werden, ist von dort ein kurzfristiger Ersatz in den allermeisten Fällen nicht zu kriegen“, so Veronika Beher.

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