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Nadine Eckmann war jahrelang magersüchtig. Heute ist die 25-Jährige gesund. Wie sie den Weg aus der Sucht geschafft hat, beschreibt sie erstmals vor Publikum. Sie gastiert an einer Schule.

Herbern

, 14.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Nadine Eckmann erkrankt mit 19 Jahren an Magersucht. Die junge Frau, die immer sehr zierlich war, isst plötzlich weniger, kontrolliert ihr Essen zwanghaft. Manchmal hat sie nur einen Apfel am Tag gegessen. Monatelang geht das so, bis sie in einer Klinik landet. Zu schlecht war mittlerweile ihr Blutbild. Hätte die Frau aus Herbern so weitergemacht wie bislang, wäre sie an den Folgen der Magersucht gestorben.

„Total besiegen kann man die Krankheit nie“

Heute ist die 25-Jährige gesund. „Ich blicke heute mit einem anderen Blick auf die Krankheit - wie jemand, der die Krankheit überwunden hat. Das sage ich ganz bewusst so. Denn total besiegen kann man sie nie“, sagt sie. Ihre Erfahrungen möchte Nadine Eckmann an andere Betroffene weitergeben.

Sie möchte aber auch generell über die Krankheit informieren. Das macht sie nun erstmals vor Publikum. Die 25-Jährige ist am Dienstag, 18. September, als Referentin am Berufskolleg Lise Meitner in Ahaus zu Gast. In der Projektwoche „Sucht“ gibt sie den Schülern Einblicke in ihren Weg aus der Magersucht.

Wichtige Präventionsarbeit

Die Verantwortlichen des Berufskollegs seien nach einem Fernsehbericht auf Nadine Eckmann zugekommen. „Ich bin sehr dankbar dafür. Das ist wichtige Präventionsarbeit“, sagt sie. Die 25-Jährige, die derzeit an ihrer Doktorarbeit schreibt, wird nach der Einführung der Lehrer über ihre Sucht sprechen. Auch wenn sie im Studium Vorträge vor Publikum gehalten hat, sei dies eine besondere Situation.

„Es ist manchmal nicht so einfach, die Dinge in Worte zu fassen“, sagt sie. Sie werde einen Teil vorbereiten, auch „wenn man sowieso nicht alles planen kann“. Auf jeden Fall soll es genügend Zeit geben für einen Austausch mit den Schülern. Nadine Eckmann wird mit den Teilnehmern der Projektwoche auch gemeinsam kochen. Sie selbst hat durch ihre wiedergewonnene Liebe zum Kochen Kraft gesammelt und ein Kochbuch herausgegeben. In „Goodbye Magersucht. Mein Kochbuch für ein neues Leben“ zeigt Eckmann ihre 144 liebsten Rezepte.

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