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Konzerthaus Dortmund

Andris Nelsons zauberte die Magie des Anfangs herbei

jg Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - nicht nur bei Hermann Hesse. Auch, wenn Andris Nelsons schon zwölf Mal im Konzerthaus Dortmund dirigiert hat: Das, was der 37-jährige Lette am Samstag bei seinem ersten Konzert als Exklusivkünstler machte, war magisch.

Andris Nelsons zauberte die Magie des Anfangs herbei

Andris Nelsons dirigierte im Konzerthaus Dortmund sein erstes Konzert als Exklusivkünstler.

So elfenzart mit 90 Musikern vom Concertgebouw Orkest Amsterdam Wagners erstes "Lohengrin"-Vorspiel in den Saal zu zaubern, war große Kunst. Als Zugabe triumphierte der Dortmunder Residenzkünstler der nächsten drei Jahre mit dem dritten "Lohengrin"-Vorspiel.

Dazwischen erzählte er Geschichten: In den Tondichtungen von Richard Strauss, die von "Tod und Verklärung", ebenfalls mit hypnotischen Klängen, und Till Eulenspiegel. Und im Trompetenkonzert mit Hakan Hardenberger eine etwas skurrile Geschichte von einem Planeten, die sich Komponist HK Gruber 1998 ausgedacht hat.

Beeindruckende Spieltechniken

Die Spieltechniken, die der 54-jährige Schwede, der das Konzert mit Gruber entwickelt hat, vorführte, waren beeindruckend. Singen und Trompete blasen gleichzeitig hörte man ihn und zwischendurch auch Kuhhorn spielen.

Zwischen zwei Trompeten mit drei Trichtern so oft zu wechseln, zeigte die Klasse des Solisten, der 2004 Residenzkünstler in Dortmund war. Die demonstrierte auch das Orchester in der präzisen Begleitung in dem Trompetenkonzert und nach der Pause noch eindrucksvoller in den Strauss-Werken.

Der runde, weiche, satte Streicherklang der Amsterdamer ist legendär und hat das Concertgebouw zu einem der drei besten Orchester Europas gemacht.

Herzliche Begrüßung

Nelsons ist ein kongenialer Dirigent für dieses Orchester, ist nicht mehr so wild wie früher, hüpft nicht mehr, dirigiert mit ausladenden, weichen, sehr inspirierenden Bewegungen.

"Es ist eine große Ehre und Freude für mich, drei Jahr in diesem fantastischen Haus Residenzkünstler zu sein", begrüßte Nelsons das Publikum herzlich. Dortmund sei der einzige Ort in Europa, wo der designierte Gewandhauskapellmeister mit so vielen Orchestern auftrete, so Konzerthaus-Intendant Benedikt Stampa.

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