Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Buchkritik

Anna Galinka: „Das neue Leben“

Sie fühlt sich eigentlich nur in ihrer Muttersprache Russisch daheim, ist staatenlos und nun auf dem Weg in eine neue Heimat. Nastja reist in Anna Galinkas Buch „Das neue Leben“ mit Familie aus Riga Mitte der 90er-Jahre nach Deutschland.

Anna Galinka: „Das neue Leben“

Da die Familie jüdische Wurzeln hat, nutzt sie die Chance, in der Bundesrepublik etwas Neues aufzubauen. Das Neue ist aber erst mal eine überfüllte Unterkunft in Unna-Massen mit wenig Privatsphäre und zwei viel zu alten Verehrern, die sich an Nastjas Fersen heften.

Dann entscheidet sich die Familie, in ein kleines Städtchen zu ziehen. Doch nicht etwa in eine eigene Wohnung, sondern in die nächste Notunterkunft, in der sich Nastja das Zimmer mit der Großmutter teilen muss.

Ein zudringlicher Nachhilfeschüler, eine zarte Liebe zum jungen Aussiedler Max und das Wiedersehen mit ihrem großen Schwarm Alexander aus Schulzeiten sorgen für Trubel in Nastjas Leben. Dann wird sie ungewollt schwanger.

Anna Galinka hat mit „Das neue Leben“ ein intensives Buch mit nur vordergründiger Heiterkeit geschrieben, das eine besondere Sicht auf das Leben von Menschen wirft, die ihre Heimat aufgeben in der Hoffnung auf ein neues Leben. Lesenswert.

Anna Galinka: Das neue Leben, 224 S., Frankfurter Verlagsanstalt, 20 Euro, ISBN 978-3-627-00242-8.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Buchkritik

Alice Feeney: „Manchmal lüge ich“

Es ist eine schreckliche Situation für Amber Reynolds in Alice Feeneys spannendem Psychothriller „Manchmal lüge ich“. Die Radiomoderatorin liegt im Koma, hatte einen Unfall, an den sie sich nicht wirklich erinnern kann. mehr...

Zeche 1 Bochum

Renegade ist wieder heimatlos

Bochum Nur rund zwei Jahre gab es das Zentrum für urbane Kunst in der Zeche 1. Jetzt ist Schluss und Leiter Zekai Fenerci richtet Vorwürfe an Stadt und Schauspielhaus.mehr...

Zeche Zollverein Essen

Alle wollen wohnen – und zwar bezahlbar

Essen Zeche Zollverein zeigt bis 4. März die Ausstellung „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar“. Sie überzeugt durch Aktualität und überrascht mit ihrem Aufbau.mehr...