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NRW-Forum Düsseldorf

Aufgequollener Andy Warhol in der "Polaroid Collection"

DÜSSELDORF Sein Gesicht wirkt arg gequollen. Aber das hält Andy Warhol, den Pop-Star unter den amerikanischen Künstlern, keineswegs davon ab, für ein Selbstporträt gleich zwei Mal auf den Auslöser seiner Sofortbild-Kamera zu drücken.

Aufgequollener Andy Warhol in der "Polaroid Collection"

Eine Besucherin der Austellung "Die Polaroid Collection" steht vor der vergrößerten Darstellung des Polaroid-Fotos von Oliviero Toscani, auf dem Andy Warhol im NRW-Forum in Düsseldorf zu sehen ist.

Auf der ersten Aufnahme schaut er gequält drein. Die zweite zeigt ihn niesend, mit einem Taschentuch vor der verschnupften Nase. Es scheint, als hätte es Warhol wie ein Amateur auf einen flüchtigen Schnappschuss angelegt. Tatsächlich erweist er sich auch hier als Meister der Selbstinszenierung. Zu sehen sind die Foto-Dokumente in einer spektakulären Ausstellung. Mit 400 Aufnahmen von 123 Fotografen zeigt das NRW-Forum in Düsseldorf einen Ausschnitt aus dem Restbestand der berühmten Polaroid Collection.Als Sotheby's in New York 2009 nach dem Polaroid-Konkurs die 16 000 Aufnahmen der Sammlung versteigern wollte, ging ein Aufschrei durch die Kunstwelt. Der amerikanische Teil erzielte Rekordpreise. Doch den 20 Jahre lang im Musée d l'Elysée in Lausanne gelagerten, aber nie gezeigten europäischen Polaroid-Schatz mit 4000 Aufnahmen von 800 Fotografen rettete der Wiener Peter Coeln für sein privates Fotomuseum WestLicht.Spezielle Holzkamera Die Ausstellung im NRW-Forum erstaunt nicht nur durch die Fülle berühmter Namen, sondern auch durch mit einer speziellen Holzkamera aufgenommene Fotos von 60 mal 50 Zentimetern mit enormer Tiefenschärfe. Kein Wunder, dass solche Eigenschaften Künstler wie Robert Rauschenberg oder Marina Abramovic und Spitzenfotografen wie Ansel Adams oder Helmut Newton reizten. Verblüfft registriert der Besucher, welchen Kreativitätsschub die analoge Polaroid-Technik auslöste. Gut möglich, dass sie schon bald einen neuen Boom erfährt.

 

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