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"Who Am I" im Kino

Aus dem Hacker-Spaß wird blutiger Ernst

Im wahren Leben ist Benjamin (Tom Schilling) ein kleines Würstchen. Im Internet wird er zum König. Er programmiert, liest Maschinencodes, hackt Zugänge zu Netzwerken. "Who Am I" (Wer bin ich) lautet sein Kampfname im Web, wo er den großen Ruhm sucht.

Aus dem Hacker-Spaß wird blutiger Ernst

Die Hacker maskieren sich.

Mit „Who Am I“ legt Regisseur Baran bo Odar einen Thriller aus der Hacker-Szene vor, der durch Stilwillen imponiert. Inhaltlich folgt er bekannten Pfaden, psychologisch baut er auf Stereotypen (der Nerd, der Sunnyboy), formal aber kann er Hollywood Paroli bieten. Zu pumpenden Beats findet der Film schmucke Bilder. Benjamin gehört zur Spaß-Guerilla, die Nazis, Banken, Konzerne attackiert. Mit dabei: ein großspuriger Siegertyp (Elyas M’Barek aus „Fack Ju Göhte“), ein tätowierter Macho (Wotan Wilke Möhring), ein introvertierter Rauschebart („Tech-Nick“ Antoine Monot jr.). Kinderstreiche sind nicht genug, eine große Aktion muss her. Sie brechen beim Geheimdienst ein und sabotieren die Rechner.Stilsichere Verpackung Eine Aktion mit Folgen. Aus Spaß wird blutiger Ernst. Die Tarnung eines V-Mannes fliegt auf, die Russenmafia liquidiert ihn. Die Vier stehen nun ganz oben auf der Fahndungsliste. Kurz vor Schluss kommt uns das Drehbuch mit einem Purzelbaum, der alles über den Haufen wirft. Hier und da wird knirschend gekünstelt an der Spannung geschraubt. Die Frequenz guter Ideen und eine stilsichere Verpackung trösten darüber hinweg.    

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