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Ausgezeichnete Ballett-Helden

Deutscher Tanzpreis

Der Deutsche Tanzpreis 2015 geht an den berühmten Tänzer und Choreografen Peter Breuer, den Ballettdirektor des Salzburger Landestheaters. Fast noch wichtiger für unsere Region ist aber, wer den Anerkennungspreis dieser renommierten Auszeichnung erhält: nämlich Ricardo Fernando, Direktor des Hagener Balletts. Das dürfte ein kulturpolitisches Signal sein.

ESSEN

, 06.11.2014

Tatsächlich will man die Auszeichnung für Fernando beim Förderverein Tanzkunst, dessen Jury den Preis alljährlich vergibt, genauso verstanden wissen. Denn das Hagener Ballett war bereits von der Schließung bedroht. „Deutschland ist eine Eldorado für die Kunst. Diese Möglichkeiten will man jetzt bescheiden“, warnte der Vereinsvorsitzende Jaš Otrin gestern in Essen.

Zwar habe die Auszeichnung für Fernando zuerst einmal künstlerische Gründe. Otrin: „Aber wir wollen auch zeigen, dass kleine Kompanien sehr gute Kunst machen.“ Inzwischen ist von einer „Ära Fernando“ die Rede, die Auslastung liegt bei über 80 Prozent. Fernando fühle sich durch ein hohes bürgerschaftliches Engagement getragen, so Theatersprecher Nikoloas Georgakis. Zumindest finanziell tanzt das Salzburger Theater in einer anderen Liga. Choreograf Peter Breurer als Träger des Hauptpreises schuf dort Märchenwelten, aber auch innovative Abende. Zuvor hatte er eine Welt-Karriere hinter sich gebracht, galt als „Energiebombe“ (Otrin). „Wir haben zusammen in London getanzt“, sagte Ben Van Cauwenbergh, Chef des Essener Aalto-Balletts: „Er verdient den Preis.“

Der Tanzpreis Zukunft geht an die talentierte Elisa Badenes vom Stuttgarter Ballett, die mit 22 Jahren schon die Odette im „Schwanensee“ und die Giselle getanzt hat. Ihre Preise erhalten die drei Ballett-Helden am Samstag, 28. März 2015, bei einer Gala im Aalto-Theater.

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