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Ausstellung zum Kunstpreis "junger westen"

RECKLINGHAUSEN Ein überdimensionales, wurmartiges Gebilde aus Frischhaltefolie und Luftballons hängt bedrohlich von der Decke der Kunsthalle. Gesichtslos scheint es sich dem Besucher entgegenzuwinden.

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Gereon Krebber, diesjähriger Preisträger des Kunstpreises "junger westen".

Gereon Krebbers "Thug" aus Frischhaltefolie. Fotos (2) Schöler

Gleich daneben spucken große Behälter Blasen aus Schmierseife in die Luft und erzeugen eine Geräuschkulisse wie in einer Vulkanlandschaft.

Letzte Vorbereitungen

Noch basteln die Künstler der Ausstellung zum Kunstpreis "junger westen" am letzten Feinschliff ihrer Werke. Der diesjährige Preisträger, Gereon Krebber (Foto), muss "noch schnell ein wabbeliges Objekt aus Gelatine gießen".

Fünf Tage hat er an seinen Objekten gearbeitet - im Ausstellungsraum, denn den wird auch der Riesenwurm nicht "lebend" verlassen. "Es ist jedesmal ein bisschen wie Morden, wenn ich die Objekte nach der Ausstellung zerstöre", erklärt der 34-Jährige und holt ein gelbes Teppichmesser aus seiner Hosentasche. Seine temporären Rauminstallationen aus Verpackungsmaterial entstehen oft in Bezug zum jeweiligen Ausstellungsraum und können aufgrund ihrer Größe nicht wieder herausgeschafft werden.

Künstler zeitgenössischer Bildhauerei

Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert. Krebbers erste Anschaffung von dem Geld: ein neues Schweißgerät. Insgesamt zeigt die Ausstellung Werke von 15 Künstlern zeitgenössischer Bildhauerei, die sich für den diesjährigen Kunstpreis "junger westen" in der Kategorie Plastik, Skulptur und Installation beworben hatten, darunter Peter Schloss, Julia Arztmann und Maria Gamper. Im Erdgeschoss trifft der Ausstellungsbesucher auf verschiedene Umsetzungen des Themas Licht. In einer Installation des von Max Sudhues hängt eine Kugel aus Styropor von der Decke, einen Schatten auf die Leinwand hinter sich werfend, die einen Sonnenuntergang im Zeitraffer zeigt. Irgendwann verschwindet die Sonne hinter diesem Schatten und verursacht eine Sonnenfinsternis.

Der Förderpreis für junge Künstler wird in diesem Jahr zum 31. Mal verliehen. Bewerben kann sich jeder, neben den 15 in der Ausstellung vertretenen Künstlern bewarben sich 421 andere.

 

 

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