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Alexej Gorlatch beim Klavier-Festival:

Bester der Besten ist ein Geheimtipp

DORTMUND In der Riege der Jungstars beim Klavier-Festival Ruhr ist Alexej Gorlatch ein Geheimtipp. Noch. Am Samstagnachmittag spielte der Hannoveraner als Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs bei den "Besten der Besten" im ausverkauften Saal des Harenberg City-Centers in Dortmund. Und reiste dazu direkt vom Festkonzert zum Thronjubiläum aus London an.

Bester der Besten ist ein Geheimtipp

Alexej Gorlatch ist ein brillanter Pianist.

An einen jungen Brendel erinnert der 24-Jährige, der am Klavier viel zu sagen hat. Spannend "erzählte" er drei Brahms-Balladen an den Tasten. Gorlatch hat auch die Gabe, Schauriges wie in der Edward-Ballade, ein bisschen schöner klingen zu lassen.Enorme Ausdruckskraft

Die hohe Anschlagskultur des jungen Pianisten imponiert ebenso wie seine enorme Ausdruckskraft. Vor drei Jahren hat er mit seiner Debussy-CD gezeigt, was für ein großer Hoffnungsträger er ist. Beim Klavier-Festival spielte er drei Debussy-Préludes und breitete dabei wunderbar Stimmungen und Charakteristik aus. Morbide Klänge von Blumen im Abendwind hörte man da höchst spannend und Alptraum-Visionen.Technisch brillant

Technik ist bei Gorlatch, der noch in Hannover studiert und dessen Familie in Münster wohnt, Mittel, um Gehalt der Musik zu zeigen. Das hebt ihn von anderen Jungstars am Klavier ab. Brillant klangen die zwölf "Grandes études" von Chopin, virtuos gespielt waren sie mit fliegenden Fingern, dabei aber wunderbare Ausdrucksstücke, die der in der Ukraine geborene Pianist mit viel Reife füllte. Ein kleines Chopin-Festival bot Gorlatch als Zugaben: Mazurka, Walzer und die As-Dur-Polonaise - ein technisch brillanter Pianist ist er auch.Pianist Cheng Zhang

Beim Abendkonzert mit dem Chinesen Cheng Zhang, Gewinner des Clara-Haskil-Wettbewerbs, hatten sich die Reihen deutlich gelichtet. Trotz des unterhaltsamen, sehr bunt gemischten Programms, unter anderem mit Godowskys "Fledermaus"- Metamorphosen, war da die Konkurrenz zum Fußballspiel der Deutschen wohl zu groß.

Das Konzert von Alexej Gorlatch wird am 12. Juni um 20 Uhr im Deutschlandradio gesendet. Am 28. April spielt er als Stipendiat der Mozart Gesellschaft Dortmund mit der Camerata Salzburg im Konzerthaus Dortmund.

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