Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Ruhrgebiet schafft es nicht

Bewerbung als Welterbe gescheitert

DORTMUND. Der Traum des Reviers vom Welterbe-Titel der Unesco ist ausgeträumt. Die Bewerbung der "Industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet" schaffte es gestern nicht auf die Liste der deutschen Nominierten.

Bewerbung als Welterbe gescheitert

Das schöne Schiffshebewerk Henrichenburg.

Entschieden hatte das die Kultusministerkonferenz (KMK) am späten Nachmittag. Sie folgte damit den Empfehlungen einer Fachjury, die streng aussiebte. 22 von 31 deutschen Bewerbern flogen aus dem Verfahren. Nur sieben schafften es. Das Ruhrgebiet musste sich zum Beispiel den "alpinen Wiesen- und Moorlandschaften" im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und der Brunnenkunst in Augsburg geschlagen geben. Zwei weitere Bewerber - die Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee sowie die Residenz Schwerin - sollen später berücksichtigt werden.Enttäuschung auf der ganzen Linie

"Wir sind enttäuscht", sagte Marita Pfeiffer, die merklich niedergeschlagene Sprecherin der Stiftung Industriedenkmalpflege in Dortmund. Über die Gründe wusste sie gestern Abend noch "nichts, gar nichts". Das Team sei aber weiterhin überzeugt von der Bewerbung, betonte sie. Zu den Gründen der Ablehnung wollte sich auch Andreas Schmitz, Sprecher der KMK, überhaupt nicht äußern. "Die Expertise wird aber den Städten zur Verfügung gestellt", versprach er. Allerdings war schon vor Monaten vorsichtige Kritik aus der Fachjury an der NRW-Bewerbung bekannt geworden.

Auch Michael Groschek, Städtebauminister des Landes, bedauerte die Entscheidung. "Das schränkt jedoch nicht die Bedeutung des Welterbes Zollverein ein", sagte er. Zollverein hatte den Titel schon 2001 errungen, er sollte jetzt aufs ganze Revier ausgedehnt werden.Keine Chance für NRW

 

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Red Dot Award

Kreative Projekte aus NRW erhalten Auszeichnungen

Dortmund 749 Projekte aus 50 Nationen sind in diesem Jahr mit dem Red Dot Communication Award ausgezeichnet worden. Aus Nordrhein-Westfalen sind es zum Jubiläum des Preises, der seit 25 Jahren vergeben wird, allein 74. Darunter auch welche aus Dortmund.mehr...

Konzerthaus Dortmund

Mit Tschaikowsky kam der Elan

Ein Programm, das nur aus den Top-100-Hits der Klassik besteht, trauen sich nicht viele Orchester zu präsentieren. Das Budapest Festival Orchestra tat es am Sonntagnachmittag im Konzerthaus Dortmund unter der Leitung von Iván Fischer.mehr...

"American Assassin" im Kino

Milchbubi räumt die Welt auf

Mitch Rapp (Dylan O’Brien) ist ein junger Bursche, der das Leben an der Seite seiner Verlobten genießt. Als Terroristen seine Liebste ermorden, ist es vorbei mit seiner Normalverbraucher-Existenz. Durchglüht von Rachedurst stählt sich Mitch zur Kampfmaschine - im Kinofilm "American Assassin".mehr...

Interview mit dem Intendanten

Benedikt Stampa erlebte im Konzerthaus zwölf glückliche Jahre

DORTMUND Zwölf Jahre ist Benedikt Stampa Intendant und Geschäftsführer des Dortmunder Konzerthauses. Nach der Sommerpause beginnt sein letztes Jahr in Dortmund. Zur Saison 2019/2020 wird er Intendant des Festspielhauses Baden-Baden. Julia Gaß sprach mit dem 51-Jährigen über Abschied und Anfang.mehr...

Konzerthaus Dortmund

Esa-Pekka Salonen reiste unaufgeregt durch Finnland

DORTMUND Als Esa-Pekka Salonen (Foto) zuletzt 2013 als Exklusivkünstler im Konzerthaus Dortmund dirigiert hat, gab es noch nicht so viele Auftritte von jungen wilden Pultstars wie Yannick Nézet-Séguin oder Teodor Currentzis. Diese Dirigenten haben die Hör- und Sehgewohnheiten verändert. Und so wirkte Salonens Auftritt am Samstag nicht nur völlig unaufgeregt, sondern fast meditativ.mehr...