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Nach Absage in Duisburg

Bochum ist interessiert an Künstler Gregor Schneider

DUISBURG. Künstler Gregor Schneider ist über das Vorgehen der Stadt Duisburg verärgert. Er hält es für einen Fehler, dass die Stadt sein Kunstwerk "Totlast" abgelehnt hat und wirft Oberbürgermeister Sören Link Rechtsbruch vor. Aber es gibt schon eine andere Stadt, die Interesse hat, eine Arbeit von Schneider auszustellen.

Bochum ist interessiert an Künstler Gregor Schneider

Künstler Gregor Schneider ist entsetzt über die Absage.

Sören Link sei als Kuratoriumsvorsitzender des Lehmbruck Museums lange über Inhalt und Titel des Projekts informiert gewesen. "Ich habe alles mit Modellen vorgestellt", so Schneider: "Hätten wir es rechtzeitig gewusst, wären wir in eine andere Stadt gegangen."

DUISBURG Die Raumskulptur "Totlast" des bekannten Künstlers Gregor Schneider im Lehmbruck Museum Duisburg sollte ein Ausstellungs-Höhepunkt der Ruhrtriennale werden. Sören Link, Duisburger Oberbürgermeister, hat entschieden, dieses Kunstwerk in Duisburg nicht zu zeigen. Das stößt auch auf Widerstand.mehr...

Dass Link das Projekt fallen lasse, sei "ein klarer Rechtsbruch", weil dafür kein Mehrheitsbeschluss gefasst worden sei. "Eigentlich ist es ein Riesengeschenk, das wir der Stadt machen wollten", sagte der aus Mönchengladbach stammende Künstler. Und es seien Röhren, keine Tunnel. Das Museum wäre "komplett verwandelt" worden.

Voraussetzungen klären Inzwischen verdichten sich die Anzeichen, dass Gregor Schneider eine neue Arbeit bei der Ruhrtriennale zeigen wird. Standort könnte Bochum sein. Stadtdirektor Michael Townsend bestätigte gestern Gespräche mit der Ruhrtriennale. "Wir müssen jetzt die Voraussetzungen klären, was wo realisierbar ist."

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