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Henrichshütte Hattingen

Carmina Burana begeistert vor Industriekulisse

HATTINGEN Monumentale Klänge, eine Reise durch vergangene Jahrzehnte, opulente Bilder - Grundzutaten für die Carmina Burana auf der Hattinger Henrichshütte. Am Freitag feierte die Aufführung mit etwa 500 Mitwirkenden unter freiem Himmel beeindruckend Premiere.

Carmina Burana begeistert vor Industriekulisse

Etwa 500 Mitwirkende machten die Carmina Burana auf der Hattinger Henrichshütte zu einem beeindruckenden Ereignis.

Regisseur Ingmar Otto hat sich der Herausforderung gestellt und aus Carl Orffs Vorlage eine szenische Aufführung geschaffen, eingebettet in eine gewaltige Kulisse mit stimmigem Vorprogramm. Junge Turnerinnen und Akrobaten, eine Trommelgruppe, Parcour-Läufer von Urbanatix und eine Feuershow pflasterten den Weg zur Bühne mit ihren drei Ebenen. Hinten: die Chöre mit weißen Grubenhelmen. In der Mitte: das Symphonie-Orchester Rhein-Ruhr Philharmonie unter der Leitung von Thomas Schlerka. Vorne: das bunte Treiben.

Carmina Burana auf der Henrichshütte

Showeinlagen am Vertikalseil machten Lust auf die anschließende Aufführung.
So beeindruckend wie die Carmina Burana war das bunte Vorprogramm.
Akrobatik trifft auf die beeindruckende Kulisse der Henrichshütte.
Parcour-Läufer von Urbanatix gehörten auch zum Vorprogramm.
Die Urbanatix-Artisten zeigten waghalsige Sprünge.
Die Parcour-Läufer bespielten das Industriedenkmal.
Bei der Carmina Burana stand die Henrichshütte Kopf.
Eine Trommelgruppe wies den Weg zu den Sitzplätzen.
Den Weg zur Bühne gestalteten die Parcours-Läufer auf ihre eigene Art.
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.
Bei der Show der "Flexmen" ging es heiß her.
Der Weg zur Bühne wurde von Darstellern gesäumt.
Kunst verschmolz mit Industrie.
Die Heimkehrer des Zweiten Weltkriegs sind ausgezehrt und abgekämpft.
Dank des riesigen Ensembles war auf der Bühne viel los.
Dank des riesigen Ensembles war auf der Bühne viel los.
Dank des riesigen Ensembles war auf der Bühne viel los.
Flower-Power trifft auf Tradition.
Flower-Power trifft auf Tradition.
Die Arbeiter der Henrichshütte wehren sich gegen die Schließung.
Die Arbeiter der Henrichshütte überwältigen im Traum den Betriebsrat in Form des sterbenden Schwans (Bertram Paul Kleiner).
Die Arbeiter der Henrichshütte überwältigen im Traum den Betriebsrat in Form des sterbenden Schwans (Bertram Paul Kleiner).
Die Inszenierung beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg. Heimkehrer versuchten sich in ihren Alltag zu integrieren. Abgekämpft kamen Sie zurück, fanden ihre Familien wieder - und ein Stück Normalität. Dann wurde die musikalische Reise durch die Jahrzehnte vergnüglich. Im Teil "Primo vere" ließ das Ensemble die Emanzipation Revue passieren. Frauen verschmähten Bügeleisen und Mixer als Geschenk und holten lieber ihre Männer an Herd und Staubsauger. Petticoats und Kofferradios für den italienischen Strand prägten die Zeit des Wirtschaftswunders.Reise durch die Jahrzehnte Rasant war die Reise durch die Jahrzehnte - und nicht immer lustig. Passend zur Kulisse wurde die Hüttenschließung thematisiert, gegen die sich die Arbeiter auflehtnen. Später rangelten sich Eltern nach Scheidungen um ihre Kinder, und Menschen folgten Götzen wie Facebook und Pop-Ikonen. Die Musik war gewaltig, auch dank der drei Solisten Ina Yoshikawa, Bertram Paul Kleiner und Achim Hoffmann. Die Bilder waren ebenso stimmig. Dass bis auf die drei Solisten nur Laien mitwirkten tat nichts zur Sache. Auch nicht der Regen. Alles passte.

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