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Philharmonie Essen

Chansons für laue Sommernächte

Essen Sandrine Piau beglückte in Essens Philharmonie mit reizvollem Programm.

Chansons für laue Sommernächte

Sandrine Piau Foto: Expilly

Französische Orchesterlieder jenseits von Debussy und Ravel: Das war schon ein ausgesprochenes Nischenprogramm, welches die lyrische Sopranistin Sandrine Piau da am Samstag zusammen mit dem kleinen Orchester „Le Concert de la Loge“ in Essen präsentierte. Und wohl deshalb fanden auch nur wenige Zuhörer in die Philharmonie.

Dabei passten die die Freuden der Liebe („Plaisirs d’amour“) besingenden Stücke ideal zu dem lauen, fast schon sommerlichen Abend, zumal in der so feinen, nuancierten Darbietung durch die französische Barock- und Mozartspezialistin, einfühlsam begleitet von Streichern, Bläsern und Harfe.

Fünf Lieder von Saint-Saens

Einen deutlichen Schwerpunkt mit gleich fünf Liedern bildete Camille Saint-Saens, darunter die aufgeregt-dramatisch zum Ausdruck gebrachte „Erwartung“ und die heiter-beschwingte „Entführung“ als zweite Zugabe.

Manches stammte von Komponisten, die man eher mit Orgelmusik in Verbindung bringt: Alexandre Guilmant etwa, dessen einschmeichelndes Lied „Was die Stille sagt“ Sandrine Piau duftend und leicht vortrug, oder auch Louis Vierne, dessen „schöne, weiße Schmetterlinge“ zart durchs Orchester flatterten.

Neckischer Liebesdialog

Faszinierend facettenreich gestaltete die auch mimisch sehr natürlich auftretende Sängerin den neckischen Liebesdialog in „Unter der Weide“ von Théodore Dubois.

Bei den beiden Ohrwürmern des Abends indes hatte Hector Berlioz die Hand im Spiel: Die bekannte, hier angenehm schlicht gesungene „Villanelle“ hat er in seinen „Sommernächten“ vertont, fürs populäre Lied „Plaisir d’amour“ von Martini hat er ein reizvolles Orchesterarrangement geschrieben. 

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