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Konzerthaus Dortmund

Chorwerk „De Profundis“ wieder aufgeführt

DORTMUND 163 Jahre lang ist das Chorwerk "De Profundis" ("Aus der Tiefe") von Daniel Friedrich Eduard Wilsing nicht mehr erklungen. Der Komponist, der am Emscherufer in Dortmund-Hörde geboren ist, hat kurz vor seinem Tod 1893 in geistiger Verwirrung seine Werke verbrannt.

Chorwerk „De Profundis“ wieder aufgeführt

Sechs Chöre aus Dortmund und Hagen, die Dortmunder Philharmoniker und zwei Solisten hinterließen bei der Wiederaufführungen von Daniel Friedrich Eduard Wilsings „De Profundis“ unter der Leitung von Gabriel Feltz im Konzerthaus Dortmund einen monumentalen Eindruck.

Dank einer Spende der Dortmunder Reinoldigilde und des unermüdlichen Einsatzes des Hörder Heimatforschers Willi Garth für den vergessenen Komponisten haben die Dortmunder Philharmoniker diesen Schatz am Samstag im Konzerthaus Dortmund "aus der Tiefe" in den Konzertsaal geholt.

Meisterwerk

Und Robert Schumann, ein Zeitgenosse von Wilsing, hatte Recht: "De Profundis" ist ein Meisterwerk. Einen monumentalen Eindruck hinterließ die mit Ovationen gefeierte Aufführung des 35-minütigen Werks.

Sechs Chöre mit 320 Sängern, darunter 250 auf der Bühne, hatte Generalmusikdirektor Gabriel Feltz zu einer Einheit zusammengeschweißt. Für die 53 Musiker war auf der Bühne nur noch Platz in Orchestergraben-Aufstellung.

Eigene Tonsprache

Weniger an seinen Zeitgenossen Brahms und Schumann oder an Mitstudent Mendelssohn bei Ludwig Berger in Berlin hat sich Wilsing orientiert. Er hat eine eigene Tonsprache. Von Bach und der Renaissance der Barockmusik im 19. Jahrhundert ist die in den Fugen beeinflusst; zu Beginn von "De Profundis" hört man Anklänge an Mozart, später große romantische Melodien. Tolle und handwerklich exzellent komponierte Musik, die jetzt häufiger aufgeführt werden sollte.

Den Solisten (Sopranistin Ashley Thouret und Tenor Roman Payer) hat Wilsing jedoch leider nur sehr kleine Partien komponiert.

Chöre sangen mit Elan

Die Bachchöre aus Dortmund und Hagen, Musikverein, Oratorienchor, der Konzertchor Klangfarben und der Kammerchor der TU Dortmund waren eine stimmgewaltige, präzise und harmonische Gemeinschaft, sangen mit viel Elan und mit überwältigender Kraft.

Der TU-Kammerchor und Klangfarben waren zuvor auch in Mendelssohns "Erster Walpurgisnacht" beteiligt. Die legte Feltz stürmisch, mit brausenden Klängen, an und musste manchmal tief in die Knie gehen, um das Lyrische und Leise in den Vordergrund zu rücken.

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