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"Coworking" wird zum Trend unter Selbstständigen

Kreativwirtschaft

Die Kreativen suchen ihren Platz. Und wollen dabei nicht allein sein. "Coworking" (dt.: zusammen Arbeiten) heißt ein Trend, den immer mehr junge Selbstständige für sich entdecken. Im Büro der Zukunft reifen Ideen gemeinsam - auch im Ruhrgebiet.

DORTMUND

von Von Felix Guth

, 09.08.2010

Ein großer Raum, viele Kabel, W-Lan, Scanner, Drucker, Fax, ein Kaffeeautomat - fertig ist ein "Coworking Space" für viele kluge Köpfe. Hier teilen sich Designer, Autoren, Fotografen oder Grafiker den Platz. Und nutzen ihn doch gemeinsam. "Es ist nicht nur ökonomisch sinnvoll. Der Austausch der entsteht, ist fast künstlerisch. Und kann die Kraft geben, gemeinsam große Projekte zu stemmen", sagt Daniel Veselka. Der 31-Jährige Dortmunder, studierter Maschinenbauer, aber mit Kultur-Erfahrung als Gründungsberater, ist einer dieser jungen Kreativen. Schwarzer Pulli, schwarze Brille, den Computer dafür in Apfel-weiß. Er hat eine Vision und den Plan dazu: Er will das "Coworking" nach Dortmund bringen.

In Sichtweite des "U" , bald Sitz des "European Center für creative economy" (ECCE), stehen knapp 2000 qm frei, noch fehlt aber das endgültige O.K. des Vermieters. "Wir könnten das komplette Haus voll besetzen", glaubt Veselka. In Essen gibt es einen "Coworking-Space" im "Unperfekthaus". In anderen Metropol-Regionen ist diese US-Idee schon Prinzip. Vorreiter ist das "Betahaus" in Berlin. Hier findet sich diese Mischung aus neonbeleuchteter Lagerhalle und Wohlfühl-Ort. Modedesign im Untergeschoss, eine Ausstellung in der dritten Etage. Manche kommen nur für ein paar Stunden, andere sind schon seit Monaten Schreibtisch-Nachbarn, planen gemeinsame Projekte. "Als ich dort war, dachte ich mir: So etwas brauchst du auch", meint Daniel Veselka.

Bisher sind die "Coworker" vor allem virtuell vernetzt. "Twitter", "Facebook" oder "mixxt" bleiben die wichtigen Netz-Orte, in denen gesprochen, geplant, gedacht wird. Doch je mehr reale Plätze geschaffen werden, desto effektiver wird die Arbeit. Den Zeitpunkt, diese Idee in der Region voranzutreiben, hält Veselka für äußerst günstig. "Im Kulturhauptstadtjahr blicken alle a die Kreativwirtschaft."