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Der Abschied

Jürgen von Manger

Adolf Tegtmeier ist zurück. Der Germanist Joachim Wittkowski hat im Deutschen Kabarettarchiv in Mainz den Nachlass des 1994 verstorbenen Jürgen von Manger durchforscht und förderte fünfzehn bisher unveröffentlichte "Stückskes" zu Tage.

von Von Herman Beckfeld

, 17.10.2013

In einem interviewt Tegtmeier im "Mittagsmagazin" des WDR die Herren Adenauer und Brandt; er entwaffnet mit seiner ... äh Dingens, äh ... Logik Staatsanwälte, Taubenväter und Hausbesitzer, versucht gar, zum VW-Generaldirektor durchzudringen: "Sie, werden Sie nicht kiebig: meine Familie hält ein Aktienpaket von sechs Stück inne Hand, das heißt, mit mein Schwiegersohn zusammen.""Herr Jedermann" aus dem Ruhrgebiet

Als Professor Tegmaroff erklärt er die menschliche Gesellschaft: von den Neandertalern bis zu den Pfadfindern. Und im titelgebenden "Der Abschied" spielt er die Hauptrolle im Drama um eine Zechenschließung: "Was meinste, wie mir am Herzen war, wie wir da heute das letzte Mal inne Waschkau standen und ich hab den Emil zum letzten Mal Puckel abgeschrubbt, da hatte ich doch ganz schön Druck auf die Augen, trotz die Brille."

Also ääährlich ... Jürgen von Manger ist ein Klassiker. Sein Adolf Tegtmeier der "Herr Jedermann" aus dem Ruhrgebiet.. Und die "Stückskes" sind ein Goldschatz innerhalb der deutschen Kabarettliteratur.

Jürgen von Manger: "Der Abschied" und andere Stückskes aus dem Nachlass, herausgegeben von Joachim Wittkowski, Henselowsky Boschmann, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942094-37-5.