Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Brady Udall

Der einsame Polygamist"

Golden Richards hat vier Ehefrauen und 28 Kinder. Er lebt in einer Mormomen-Gemeinde, in der die Mehrehe praktiziert wird. Glücklich ist er dabei nicht.

Der einsame Polygamist"

Immer wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, zögert er das Betreten seines Hauses so lange wie möglich hinaus, weil er weiß, dass ihn drinnen nur Chaos erwartet. Zu allem Überfluss verliebt er sich in die Frau seines cholerischen und bewaffneten Arbeitgebers. Aber unglücklich sind auch andere Mitglieder der Familie.Tolles Buch!

Der US-Amerikaner Brady Udall, selbst in einer Mormomen-Familie mit vielen Kindern aufgewachsen, hat mit "Der einsame Polygamist" einen wunderbaren 730-Seiten-Schmöker geschrieben, der spielerisch leicht die Balance zwischen Drama, Liebes- und Gesellschaftsroman hält. Sogar Thriller-Elemente kommen vor. Einige Szenen sind so lustig wie eine Slapstick-Nummer von Charly Chaplin, andere so traurig, dass man beim Lesen fast weinen muss. Manchmal möchte man Teil einer solch starken Gemeinschaft wie dieser Riesen-Familie sein, manchmal ist man froh, weit weit weg zu sein. Ein tolles Buch!

Brady Udall: Der einsame Polygamist, Goldmann, 24,99 Euro, ISBN 978-3-442-31134-7.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlinale

Flucht ins Ungewisse

Berlin Mit Christian Petzolds „Transit“ findet der Berlinale-Wettbewerb einen ersten Höhepunkt. Der Regisseur verlegt einen Roman von Anna Seghers beklemmend selbstverständlich in die Gegenwart. mehr...

Buchkritik

Maurizio de Giovanni: „Frost in Neapel“

Maurizio de Giovanni lässt in „Frost in Neapel“ Polizist Lojacono bereits in seinem vierten Fall in der Stadt am Fuße des Vesuvs ermitteln. Im kältesten Winter seit Jahrzehnten wird in der Stadt am Mittelmeer ein Geschwisterpaar umgebracht.mehr...

Buchkritik

Edward Gorey: „Das kleine ABC vom Unglück“

„A ist für Alma, zum Sturze ward ihr Lauf. B steht für Bruno, den fraßen Bären auf. C steht für Claire, die an Schwindsucht verblich.“ So beginnt „Das kleine ABC vom Unglück“, mit dem Edward Gorey ein Büchlein zusammengestellt hat, das vor düsterer Ironie nur so trieft.mehr...

Die Gäste der Eröffnungsfeier

Das trägt die Berlinale

Berlin Vom klassischen weißen Kleid über die Glitzer-Robe bis zu Turnschuhen war bei der Eröffnung der Berlinale am Donnerstag jeder Stil auf dem roten Teppich vertreten. Keine Spur von schwarzer #MeToo-Anteilnahme?mehr...

Teenie-Star auf der Berlinale

Pippi-Western „Damsel“ mit Robert Pattinson erstaunt

BERLIN Kein Bär in der Prärie: Am ersten Wettbewerbstag der Berlinale verblüfft der Ex-Vampir Robert Pattinson in einem schrägen Western mit Zwergpony. „Damsel“ ist zugleich der erste Beitrag des Festivals zur MeToo-Debatte.mehr...