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"Der kleine Nick": Charmante Zeitreise in die 50er Jahre

Im Kino

Da kann das deutsche Kino von den Franzosen lernen. Während hierzulande Kinderbuchklassiker gnadenlos in die Film-Moderne geschleift werden, Zeitkolorit und Charme des Originals verhunzt werden, gehen unsere Nachbarn viel pfleglicher mit ihren Schätzen um.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 29.08.2010
"Der kleine Nick": Charmante Zeitreise in die 50er Jahre

Spaß für Erwachsene und Kinder: Der kleine Nick.

Regisseur Laurent Tirard liefert ein feines Beispiel, wie man den Geist wahrt und vergnüglichste Unterhaltung herauskommt: "Der kleine Nick", gespielt von Maxime Godart, ist ein Film nach den Geschichten von "Asterix"-Erfinder René Goscinny, gezeichnet von Jean-Jacques Sempé.Welt ist in Ordnung Seit 1959 war Nick der Held illustrierter Abenteuer. Tirards Film steht ganz im Retro-Look dieser Zeit. Kein Zweifel, die Welt ist in Ordnung. Jungs tragen kurze Hose, Pullunder und Krawatte. In der Schule herrscht Disziplin. Wer nicht gefragt wird, hält den Schnabel. Nick ist kein Lümmel, kein Lausebengel. Wenn er etwas ausfrisst, dann aus Versehen: "Kommt, wir putzen das Haus! Dann freut sich Mama und setzt mich nicht im Wald aus!" Nick vermutet, er bekomme ein Brüderchen. Er hat aufgeschnappt, dass ältere Kinder ausrangiert werden. Also schrubben seine Freunde, was die Bürsten hergeben. Bis die Wohnung verwüstet ist. Stets bleibt der Film auf der Ebene kindlicher Logik, was in dem Plan gipfelt, den Bruder in spe von Gangstern entführen zu lassen. Wunderbar die Episoden aus der Klasse, kicherkomisch, wie sich Nicks Eltern an Papas Chef heranschmeißen. Aufsteigerträume der 50er Jahre, mit leichter Hand ironisiert. Auch für Erwachsene ein Spaß, für Kinder sowieso.

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