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"Deutschland von oben" ist eine prächtige Bilder-Sinfonie

Uraufführung in Essen

Touristik-Experten schnalzen mit der Zunge: Sonnenuntergang im Watt, weiße Gipfel in den Alpen. Atemberaubend schön sieht das Land aus der Vogelperspektive aus, zu erleben im Film „Deutschland von oben“, der am Montag in der Essener „Lichtburg“ Uraufführung hatte und morgen ins Kino kommt.

ESSEN

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 05.06.2012
"Deutschland von oben" ist eine prächtige Bilder-Sinfonie

Deutschland von oben: Nicht weit vom Möhnesee stürzen sich Fallschirmspringer mit »Wingsuit« vom Himmel.

Zwei Stunden dauert die prächtige Bilder-Sinfonie, die die Dortmunder Regisseure Petra Höfer und Freddie Röckenhaus aus über 300 Stunden Rohmaterial komponiert haben. Gedreht wurde meist in der Luft, aus dem Helikopter, vom Rücken eines Adlers oder am Fallschirm.  

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Deutschland von oben

"Deutschland von oben" ist eine prächtige Bilder-Sinfonie mit beeindruckenden Aufnahmen.
06.06.2012
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In der Lausitz wird Braunkohle gefördert© Foto: Universum
Die Berge präsentieren sich ganz in weiß, als wären sie mit Puderzucker bestäubt.© Foto: Universum
Idylle pur bietet der Forggensee im Allgäu.© Foto: Universum
In Nördlingen sieht man noch gut die alte Stadtmauer.© Foto: Universum
In den Duisburger Stahlwerken geht es heiß her.© Foto: Universum
44,7 Kilometer ist die Stör-Wasserstraße lang.© Foto: Universum
Auch Lübeck sieht man aus der Vogelperspektive.© Foto: Universum
Auch über die Halligen im nordfriesischen Wattenmeer sind die Filmer geflogen.© Foto: Universum
Die Köhlbrandbrücke in Hamburg bietet beeindruckende Bilder.© Foto: Universum
Malerisch: die Schlei in Schleswig-Holstein.© Foto: Universum
Weite Felder und Landstraßen in Mecklenburg-Vorpommern.© Foto: Universum
Auf den Oberstdorfer Alpen laufen Gemsen umher.© Foto: Universum
Wie mit dem Lineal angelegt sind die Baumreihen bei Lenggries.© Foto: Universum
Über Bad Sassendorf sind Wingsuit-Jumper abgesprungen.© Foto: Universum
So sehen Weinterassen am Kaiserstuhl von oben aus.© Foto: Universum
Segelflieger gleiten über der Schwäbischen Alb.© Foto: Universum
Ein Gipfelkreuz in Oberbayern.© Foto: Universum
Dank Sonnenuntergang gelang ein spektakuläres Bild der Burg Hohenzollern.© Foto: Universum
Auch der bayrische Königssee kommt im Film vor.© Foto: Universum
Ein Autobahnkreuz prägt die Natur.© Foto: Universum
Einsam steht der Westerhever Leuchtturm.© Foto: Universum
Diese Aufnahme von Singschwänen gelang bei Linum.© Foto: Universum
In Dülmen konnten Wildpferde mit der Kamera eingefangen werden.© Foto: Universum
Dieser Hubschrauber steht vor der Frauenkirche.© Foto: Universum
Eine Baumschule im tiefsten Winter filmte das Team in Leidorf.© Foto: Universum
Dieses Fährschiff bahnt sich bei Travemünde seinen Weg durchs Eis.© Foto: Universum
Jedenfalls kam eine Kamera mit extremer Brennweite zum Einsatz. So erklärt sich, dass die Steinböcke in den Alpen keine Reaktion auf Motorgeräusche zeigen, sondern stoisch im steilen Fels stehen. In den verschneiten Bergen beginnt und endet die Deutschlandreise der Filmemacher.Wechsel der Jahreszeiten Das Land im Wechsel der Jahreszeiten. Jeder Monat hat seinen Reiz. Im Januar liegt alles unter Puderzucker. Eisbrecher halten die Elbe frei, das Gewirr der Schollen malt filigrane Ornamente. Höfer und Röckenhaus (die seit 1994 gemeinsam dokumentarisch arbeiten) träufeln kleine Prisen Wissen ein: "Die Container an Bord des Frachters ergäben einen Zug von 40 Kilometern Länge", ist Benjamin Völz zu hören, der im Kino auch Keanu Reeves synchronisiert.Ameisengroße Borussia-Kicker Weiter geht der Flug zum Bodensee, wo Archäologen nach steinzeitlichen Spuren suchen. Neuschwanstein glitzert, in Frankfurt recken sich Bankentürme in den Himmel. In Dortmund grüßt der U-Turm mit Winkelmanns Bildern, auf dem Rasen laufen ameisengroß die Kicker der Borussia. Weiter, weiter: Morgensonne hinter Burg Hohenzollern, malerisch. Im März brechen Wildgänse an der Ems nach Sibirien auf. Die Kamera fliegt auf Augenhöhe. Ein wenig "Expedition ins Tierreich" ist auch dabei: 200 Seeadler nisten in Mecklenburg, 4500 Storchenpaare brüten bei uns!Glänzend bedientes Auge Immer sind die Panorama-Aufnahmen faszinierend, ob nun vom Elbsandsteingebirge oder von den Kühltürmen des Atomkraftwerks , die aus den Wolken ragen. Kein schöner Land: Ein Film, der ganz von der Schaulust lebt und das Auge glänzend bedient. Die Musik von Boris Salchow, in der "Lichtburg" von den Essener Philharmonikern unter Helmut Imig eingespielt, setzt auf Pomp und Überwältigung, könnte aber bisweilen weniger blumig schmachten, ohne an Wirkung zu verlieren. - Großer Applaus für diesen Heimatfilm der besonderen Art.