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Die Geschichte des Nazi-Jägers Simon Wiesenthal

"Ich habe Euch nicht vergessen", das war so etwas wie das Credo des aus der Ukraine stammenden Juden Simon Wiesenthal. Und er meinte damit nicht nur die Millionen von Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden, sondern auch die Täter. Dafür zu sorgen, dass sie sich vor Gericht zu verantworten hatten, war Wiesenthals Lebensaufgabe.

Die Geschichte des Nazi-Jägers Simon Wiesenthal

Simon Wiesenthal

Ihr ist er bis zu seinem Tod im Jahr 2005 nachgegangen. Wiesenthal war maßgeblich an der Suche nach Adolf Eichmann beteiligt und hat zahlreiche NS-Verbrecher aufgespürt - Franz Stangl, den Kommandanten von Treblinka, die Majdanek-Aufseherin Hermine Braunsteiner und den Mann, der Anne Frank verhaftete. Und auch heute noch ist das von ihm ins Leben gerufene "Jüdische Dokumentationszentrum" eine der wichtigsten Informationsquellen über den Holocaust. In "Ich habe Euch nicht vergessen" erzählt der Dokumentarfilmer Richard Trank nun die Lebensgeschichte Wiesenthals. Diese Biographie gehört zu den außergewöhnlichsten Geschichten des 20. Jahrhunderts. Zugleich kann sie aber auch stellvertretend für das Schicksal unzähliger NS-Opfer stehen.

Berührende Momente

Nach dem Einmarsch der deutschen Armee in der Ukraine wurde Wiesenthal verhaftet. Es gelang ihm zwar noch, seiner Frau zur Flucht nach Warschau zu verhelfen, aber für ihn begann damit ein Leidensweg, der ihn durch Arbeits- und Vernichtungslager führte. Bei der Befreiung des KZ Mauthausen 1945 war er mehr tot als lebendig. Aber schon wenige Wochen später begann er, die Verbrechen der KZ-Aufseher und -Leitung für die Befreier zu dokumentieren.

Tranks Dokumentation kommt bedauerlicherweise recht bieder und betulich daher. Seine didaktischen Ambitionen gehen dabei mit einer bewundernswerten journalistischen Integrität einher. Aber so lehrreich "Ich habe Euch nicht vergessen" auch ist, wirklich berühren kann er nur in den Momenten, in denen Simon Wiesenthal selbst zu Wort kommt.

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