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Drosselbart-Version

Die Prinzessin und der „Penner“

Hagen Philine ist ein echtes „It Girl“: schön, selbstbewusst und verwöhnt. Bescheidenheit gehört eher nicht zu den Stärken der Prinzessin. Die Männer fahren reihenweise auf sie ab, und sie lässt sie genauso oft abblitzen. Doch dann passiert unerwartetes.

Die Prinzessin und der „Penner“

Katz´ und Hund als heimliche Stars. Foto Lefebvre

Denn plötzlich taucht ein „Penner mit der Gitarre“ auf und krempelt ihr Leben um. Im Theater Hagen hatte eine leicht modernisierte Version des „König Drosselbart“ als Weihnachtsmärchen-Musical Premiere.

In dieser Produktion steht der Spaß im Mittelpunkt

Modernes Regietheater für Kinder? Nein, so ernst hat Regisseur Jan Friedrich Eggers das mit Philines Shopping-Tick und anderen Modernismen zweifellos nicht gemeint. In dieser Märchenproduktion steht der Spaß im Mittelpunkt und kein bemüht pädagogisches Konzept. Der Charme des Grimmschen Originals geht auch keineswegs flöten.

Im Gegenteil: Andres Reukauf, der seit 2010 jedes Jahr ein Märchen für die Hagener Bühne vertont hat, verbindet seine bewährte Jazz-Rock-Musical-Melange sogar mit mittelalterlicher Musik, um dem Treiben an den Höfen von Philines Vater, König Ludwig, und König Drosselbart die rechte Stimmung zu verleihen.

Ideen sind dem Team beim gleichen Grundkonzept

Die Ideen sind dem Team beim gleichen Grundkonzept nicht ausgegangen. Der besondere Dreh in der Drosselbart-Version: Philine und der König haben Hund und Katze als enge Gefährten. Sie sind heimliche Stars der Geschichte, herrlich gespielt von Kristina Günther-Vieweg und Daniel Heck. Gesanglich läuft Musical-Darstellerin Carolina Walker als Prinzessin keiner den Rang ab. 90 temporeiche Minuten vergehen im Fluge.

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