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Klavier-Festival Ruhr

Drei Pianisten spielten als „Beste der Besten“

DORTMUND Die wenigsten Pianisten, die das Klavier-Festival Ruhr bei den "Besten der Besten", den Preisträgern internationaler Wettbewerbe, präsentiert hat, hat man später beim Festival oder in den Konzertsälen der Region wiedergehört. Gleiches wird wohl für zwei der drei Pianisten gelten, die am Wochenende im Dortmunder Harenberg-Haus gespielt haben. Die Ausnahme ist wohl Chi Ho Han, zweiter Preisträger des ARD-Wettbewerbs, der in Dortmund schon als Jugendlicher bei diversen Sommermatineen imponiert hat.

Drei Pianisten spielten als  „Beste der Besten“

Andrey Gugnin

Der introvertierte Norweger Joachim Carr, der am Freitagabend spielte, wird es schwer haben, sich auf großen Bühnen zu behaupten; das traut man dem Russen Andrey Gugnin, der das Samstagskonzert spielte, schon eher zu. Zumal er sich mit Muttermilch, russischem Repertoire, präsentierte.

"Bilder einer Ausstellung"

Energisch und entschlossen, kraftvoll und rasend schnell spazierte er über die Promenade von Mussorgskys "Bildern einer Ausstellung". Da klang das Ballett der "Küchlein in ihren Eierschalen" schon nach ausgewachsenem Hühnerstall, und sowohl die Katakomben als auch das "Alte Schloss" und das "Große Tor von Kiew" waren monumentale Klanggebäude.

Skrjabin-Schwerpunkt

Zum Skrjabin-Schwerpunkt des Festivals passte der 27-jährige Pianist sehr gut. Und technisch war er den drei Klavierstücken op. 45 und dem letzten vollendeten Werk des Russen, den Préludes op. 74 sehr gut gewachsen. Mit der "Kriegssonate Nr. 2" von Prokofjew krönte er sein Programm und zeigte da, dass er außer Bravour und rhythmischer Präzision Musik auch Tiefe und Gehalt geben kann.

Zwischen den Russen würdigte Gugnin mit den fünf kleinen, impressionistischen Blumen-Charakterstücken Jubilar Jean Sibelius. - Sehr schön zart und poetisch.

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