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Gasometer Oberhausen

Ein Koloss feiert 20. Geburtstag

OBERHAUSEN Stattliche 117,5 Metern Höhe misst der Gasometer in Oberhausen, 68 Meter Meter Durchmesser hat der tonnenartige Koloss. Am 22. Juli vor 20 Jahren wurde aus dem einstmals größten Gasspeicher Europas eine ungewöhnliche Ausstellungshalle - und die höchste in Deutschland.

Ein Koloss feiert 20. Geburtstag

Seit 20 Jahren sind die Ausstellungen im Gasometer Oberhausen ein Besuchermagnet.

Der Gasometer ist ein Beispiel für die gelungene Wandlung einer Industrieanlage zu einer Kulturstätte mitten im Ruhrgebiet. Und als Ausstellungshalle mit spektakulären Schauen ein Besuchermagnet. Die laufende Ausstellung "Der schöne Schein" haben schon über 100 000 Menschen gesehen.

Höher als die Aussichtsplattform vom Kölner Dom Der 1927 erbaute, nun 75 Jahre alte Gasometer ist ein Kunstort besonderer Größenordnung. Zum einen äußerlich: "Die Kuppel des Berliner Reichstags würde hier viermal hinein passen", sagt Gasometer-Sprecher Thomas Machoczek.

OBERHAUSEN. Schönheit. Für jeden Menschen bedeutet dieses Wort etwas anderes. Unterschiedlichen Blickwinkel auf die Schönheit ziehen sich durch die Kunstgeschichte. Die Ausstellung "Der schöne Schein" im Gasometer zeigt 150 Bilder und Skulpturen der vergangenen Epochen in großformatigen Fotografien, Reproduktionen und Abgüssen.mehr...

OBERHAUSEN Die unterschiedlichen Formen der Schönheit sind zurzeit im Gasometer Oberhausen bei der Ausstellung "Der schöne Schein" zu sehen (wir berichteten). Die Schau zeigt großformatige Foto-Reproduktionen von berühmten Kunstwerken und Abdrücke von Skulpturen. Doch wer staubt die Skulpturen ab? Was passiert mit den Werken nach Ende der Schau? Wir haben nachgefragt.mehr...

Und: "Er ist höher als die Aussichtsplattform des Kölner Doms." Das Innere bietet Platz für besondere Schauen und Installationen. Zweimal war bereits Aktionskünstler Christo zu Gast.

Christo in der Tonne Er baute "The Wall" aus 13000 Ölfässern und füllte den Bauch des Gasometers mit seinem "Big Air Package". Zur einer Ausstellung über das Wunder des Sonnensystems wurde ein riesiger Mond aufgeblasen und in den Raum gehängt.

OBERHAUSEN Da kommt was Großes auf uns zu. Die neue Ausstellung "Der schöne Schein", die am 11. April im Gasometer Oberhausen startet, wird spektakulär. Das beweist das Video, das die Künstlergruppe Urbanscreen am Donnerstag zum ersten Mal öffentlich präsentierte.mehr...

Das und anderes hat im Laufe der Jahre rund 5,5 Millionen Besucher in den Oberhausener Giganten gelockt, sagt Geschäftsführerin Jeanette Schmitz.

Keine Heizung

Als am 22. Juli 1994 die erste Ausstellung im Gasometer eröffnete, "hatte keiner eine Ahnung, ob das klappt", sagte Machoczek. 16 Millionen D-Mark hätten Konzeption und Umbau gekostet. "In den ersten Wochen kamen kaum Besucher", erinnert sich Schmitz.

"Big Air Package" bis 30. Dezember

Ganze Welt guckt Christo im Gasometer

OBERHAUSEN Die spektakuläre Christo-Schau"Big Air Package" im Gasometer Oberhausen hat ihre Produktionskosten von 1,4 Millionen Euro wieder eingespielt. Bis zum letzten Tag der Ausstellung - das ist der 30. Dezember - werden insgesamt 420 000 Besucher erwartet.mehr...

Im Winter blieb der Riesenzylinder zunächst geschlossen. "Im Gasometer ist immer die gleiche Temperatur wie draußen. Wir können ihn ja nicht beheizen". Seit 2001 ist die Halle das ganze Jahr geöffnet. Die Besucher lassen sich davon nicht mehr schrecken.

Pionier der Industriekultur

13 teils spektakuläre Ausstellungen hat es in 20 Jahren in dem Industriedenkmal gegeben. "Der Gasometer hat an Renommee gewonnen. Es ist uns gelungen, den Raum besser zu erschließen", sagt Schmitz. Jens Hapke vom Regionalverband Ruhr sieht in dem ehemaligen Gasspeicher einen "Pionier der Industriekultur", der für hohe Akzeptanz der Nachnutzung alter Industriestätten gesorgt habe.

"Der schöne Schein"

Dieser Pionier speicherte zunächst das in den Eisenhütten der Gutehoffnungshütte erzeugte Gas und gab es an die Kokerei Osterfeld weiter. 1988 wurde der Speicher stillgelegt, 1993 begann der Umbau zur Ausstellungshalle.

Bis 30. Dezember ist noch die Ausstellung "Der schöne Schein" mit 200 Reproduktionen von Meisterwerken wie die Mona Lisa, Nofretete, die Venus von Milo, Polyklets Speerträger und van Goghs Sternennacht sowie der atemberaubenden Lichtinstallation "320 Grad Licht" zu sehen. Es ist die 14. Ausstellung in dem Industriedenkmal.

Fest am 16. August Der runde Geburtstag wird am 16. August mit einer Happy Hour hoch über der Ausstellung gefeiert. Die temporäre "ScheinBar" in 110 Metern Höhe bietet ab 18 Uhr Getränke und einen einzigartigen Ausblick. Bar und Ausstellung sind an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet.

Wer noch eine der Eintrittskarten aus den insgesamt 13 bereits vergangenen Ausstellungen vorzeigen kann, hat den ganzen Tag über freien Eintritt.

 

 

 

 

Videos von "320 Grad Licht"

Mehr Bilder von den Ausstellungen im Gasometer

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