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Täglichen Quellenblog im Internet

Ein rheinisches Tagebuch zum Ersten Weltkrieg

DÜSSELDORF Zum 100. Jahrestag des Beginns vom Ersten Weltkrieg haben der Landschaftsverband Rheinland und 14 rheinische Archive einen Blog im Internet konzipiert, in dem Tagebücher, Briefe, (Feld-)Postkarten und Fotos auf den Tag genau 100 Jahre nach ihrem Entstehen online gestellt werden. Und das bis 2018.

Ein rheinisches Tagebuch zum Ersten Weltkrieg

Bilder vom Ersten Weltkrieg werden neben Tagebüchern, Briefen und anderen Zeugnissen online gestellt.

Der Beitrag des Düsseldorfer Stadtarchivs ist das 21-bändige, etwa 10.000 Seiten umfassende Tagebuch des seinerzeit sehr bekannten Akademieprofessors Willy Spatz. Die Wandgemälde im Plenarsaal des Oberlandesgerichts gehören zu den wenigen Kunstwerken dieses Malers, die sich bis heute erhalten haben.

Spatz registrierte, kommentierte und illustrierte all das, was ihm mitteilungswert schien – dies jedoch aus der sicheren Entfernung Düsseldorfs zu den Schlachtfeldern. Er ist somit ein Kriegschronist, der seine Informationen über das Frontgeschehen aus zweiter und über die Düsseldorfer Zeitläufe aus erster Hand referierte. Aber beim Schreiben und Interpretieren beließ er es nicht. Spatz schnitt Tausende Karikaturen, Texte, Illustrationen etc. aus Zeitungen aus und verleibte sie seiner Sammlung ein. Das Tagebuch von Willy Spatz dürfte die umfangreichste Dokumentation des Ersten Weltkriegs aus Düsseldorfer Perspektive sein.

Begeisterung, Aufbruchstimmung, aber auch Skepsis, Angst, Wut und Verzweiflung spiegeln sich in Zeugnissen der Jahre des Ersten Weltkrieges, die in den Archiven zu finden sind. Auch in rheinischen Archiven ist das Thema „Erster Weltkrieg“ präsent. Der Blog ist ein Gemeinschaftsprojekt des LVR mit den rheinischen Archiven. Es wird von den Beteiligten dezentral gefüllt. Auf diese Weise entsteht im Laufe der nächsten Monate und Jahre eine Sammlung von Dokumenten, die wie ein Kaleidoskop Facetten zeitgenössischer subjektiver Wahrnehmung und öffentlicher beziehungsweise veröffentlichter Meinung widerspiegelt.

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