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Ruhrfestspiele: Musikrevue von Wittenbrink

Eltern-Alltag in Comedysplitter und Hits zerlegt

MARL Väter bei der Schwangeren-Gymnastik: "Geschmeidig bleiben, wir gehen in die Anus-Atmung!" Ein HipHopper zu seiner Perle: "Kannst froh sein, dass ich überhaupt noch komm'. Warum hast Du die Pille nicht genommen?" Ein Paar beschallt sein Kind im Mutterleib. Mozart ist gut. Pardon, das war Motörhead!

Eltern-Alltag in Comedysplitter und Hits zerlegt

Beim Elternabend an der Schule wird auf Blockflöten »Another Brick In The Wall«gespielt.

"Menschenjunges, das ist dein Planet. Hier ist dein Bestimmungsort, du kleines Paket." "Eltern" heißt die Musikrevue von Franz Wittenbrink, die am Wochenende bei den Ruhrfestspielen im Theater Marl über die Bühne ging. Und stürmisch beklatscht wurde.Bewährte Formel Wittenbrink hat eine patente Formel entwickelt, an die sich auch seine Inszenierung für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg hält: Man nehme ein griffiges Thema, zerlege es in komödiantische Schnappschüsse und dichte Hits aus Rock und Pop darauf um. Mit einem Ensemble wie dem Hamburger - Comedy- und sangestauglich, dazu ein Musiker-Quintett -, kann nichts mehr schief gehen.Vier Paare

Wittenbrink stellt uns vier Paare frisch gebackener Eltern vor. Ein Zahnarzt mit Gehilfin, der am Wochenende zum Biker wird. "Born To Be Wild" auf den Lippen, schiebt er den Kinderwagen. Der Yuppie hält per Skype Kontakt zum Junior: "Schlaf mein Prinz, schlaf ein, Papa ist grad in Bahrain." Die Hartz IV-Mutti jammert, dass sie nun nicht Popstar werden kann. Später hat sie einen lustigen Auftritt als Lady Gaga-Double. Ein Öko-Papi erstickt in der Umarmung seiner fürsorglichen Mutterglucke: Einmal Kind, immer Kind.Musikalische Sketche

Szenen vom Leben mit "Blag" paradieren als musikalische Sketche vorbei. Beim Elternabend an der Schule nimmt die Band im Graben das Thema der Blockflöten auf: "Another Brick In The Wall", ganz hinreißend. Eltern singen "Sind so kleine Hände", "Strawberry Fields", "River Deep Mountain High". Und die Paar-Therapeutin schmettert "Sexy Motherfucker" von Prince.Gute Arrangements

Kurzweilig und amüsant, mit Schmackes gespielt und gesungen. Ein Lob an die Band, deren Arrangements nicht nur im "Säbeltanz" viel Drive entwickeln.

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